„Wir möchten im Jahr unseres 100-jährigen Jubiläums auch etwas Gutes tun“

Heimatschutzverein Hofolpe-Heidschott spendet 1000 Euro für die kleine Helena Willmes

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Martin Willmes, amtierender Kreisjungschützenkönig (3.v.l.), mit dem symbolischen Spendenscheck über 1000 Euro, den er soeben vom Vorstand des Heimat- und Schutzvereins Hofolpe-Heidschott erhalten hat. Foto: Dieter Dörrenbach

Hofolpe - „Wir möchten im Jahr unseres 100-jährigen Jubiläums auch etwas Gutes tun“, erklärt Martin Wenzel, Hauptmann des Heimatschutzvereins Hofolpe-Heidschott, eine Spendenaktion des Vereins. 1000 Euro übergab der Schützenvorstand in der Hofolper Schützenhalle an Martin Willmes aus Heggen.

Was steckt hinter dieser Spende? Martin Willmes Bruder Thomas lebt seit zehn Jahren in der polnischen Stadt Svoda Slaska in der Nähe von Breslau. Thomas und seine Frau Marta freuten sich riesig auf die Geburt ihres ersten Kindes, die für Ende August angesagt war. Vor dem Urlaubsantritt im Oman war Marta Willmes noch bei ihrem Arzt gewesen, der grünes Licht für unbeschwerte Urlaubstage gegeben hatte. 

Am letzten Urlaubstag, der Bus stand schon zur Rückfahrt zum Flughafen bereit, geschah das Unfassbare: Die Fruchtblase platzte und das Baby kam als „Frühchen“ mit knapp mehr als 700 Gramm Gewicht und nur 31 Zentimeter Größe zur Welt. Die Frühgeburt in der 26. Schwangerschaftswoche bedeutete für Baby und auch Mutter, bei der sich die Fruchtblase entzündete, akute Lebensgefahr. 

Bei der Spendenübergabe berichtete Martin Willmes, dass sich inzwischen die Lage entspannt habe: „Der Mutter gehe es den Umständen gut.“ Das Baby habe derzeit allerdings noch mit der Atmung und dem Immunsystem Schwierigkeiten, wiege aber schon mehr als 1000 Gramm. Man rechne noch mit einem Krankenhausaufenthalt von vier bis sechs Wochen. 

Doch für den nötigen Rücktransport gibt es ein weiteres großes Problem. Da man ein eigenes Flugzeug mit einer Druckkammer chartern müsse – mit entsprechendem Ärzte- und Pflegepersonal – entstehen Kosten von rund 42.000 Euro, die die junge Familie nicht stemmen könne. Daher wurde eine Spendenaktion für den Rücktransfer nach Polen eingerichtet. Innerhalb von wenigen Tagen gingen mit Hilfe verschiedener Netzwerke mehr als 47.000 Euro auf das eigens eingerichtete Spendenkonto der Familie Willmes ein. 

Der überschüssige Betrag fließt auf ein Treuhandkonto, um Reserven für mögliche zukünftige Behandlungen der kleinen Helena Willmes zu haben. 

Martin Willmes war bei der Spendenübergabe in Hofolpe außer sich vor Freude: „Im Namen meines Bruders und meiner Schwägerin bedanke ich mich für diese Riesenaktion. Diese großartigen Unterstützung, zeigt, dass es auf der Welt noch Hilfsbereitschaft gibt.“

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