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Herz-Jesu-Gemeinde feiert

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2010 feiert die Herz-Jesu-Gemeinde Albaum die 100. Wiederkehr der Konsekration ihrer Kirche. Zum Auftakt wird bereits am kommenden Mittwoch eine festliche Abendmesse zelebriert.
2010 feiert die Herz-Jesu-Gemeinde Albaum die 100. Wiederkehr der Konsekration ihrer Kirche. Zum Auftakt wird bereits am kommenden Mittwoch eine festliche Abendmesse zelebriert.

Hohen Besuch erhielt der kleine Ort Albaum am 8. Oktober 1910: Aus Paderborn reiste Bischof Karl-Josef Schulte an und konsekrierte die "Herz-Jesu-Kirche". Ursprünglich geweiht worden war die Kirche durch den Oberhundemer Dechant Klüppel bereits im Jahr 1906. Die 100. Wiederkehr der Konsekration will die Herz-Jesu-Gemeinde mit einigen kirchlichen Festen und Messfeiern begehen.

Zum Auftakt wird bereits am kommenden Mittwoch, 25. November, um 19 Uhr eine feierliche Abendmesse gefeiert. Der 25. November ist der Namenstag der hl. Katharina, mit diesem Gottesdienst soll an die Katharinen-Kapelle in Niederalbaum erinnert werden.

Festhöhepunkt im Jubiläumsjahr ist eine große Feier am 1. Mai, zuvor wird am 22. Januar, dem Namenstag des hl. Vinzenz, mit einem Gottesdienst der ehemaligen Oberalbaumer Vinzenzkapelle gedacht. Mit dem Bau und der Weihe der Herz-Jesu-Kirche endete ein 1898 mit der Errichtung der Pfarrvikarie Albaum begonnener Prozess. Diese war damals wie heute eine Filialgemeinde der Pfarrei St. Peter und Paul Kirchhundem, bestehend aus Nieder- und Oberalbaum, Böminghausen und Böminghauser Hammer (heute Böminghauser Werk).

In beiden Albaumer Ortsteilen wurden bis dahin regelmäßig die Gottesdienste in den Kapellen gefeiert. An hohen kirchlichen Festtagen mussten die Gläubigen jedoch über den alten und jetzt durch den gemeinsamen Einsatz von Albaumer und Kirchhundemer Bürgern mit Unterstützung der Volksbank Hundem-Lenne-Stiftung wieder hergerichteten Prozessionsweg nach Kirchhundem gehen. Dem damaligen Albaumer Vikar stieß der schlechte bauliche Zustand der beiden Kapellen sauer auf, wie eine Chronik zu berichten weiß.

Setzten sich die Niederalbaumer Katholiken im Frühjahr 1907 nicht gegen einen Abriss ihrer Katharinenkapelle zur Wehr — auf ihrem Gebiet wurde die Kirche gebaut — so wissen die Annalen "von erheblichem Widerstand" der Oberalbaumer zu berichten: Der Vikar hatte die mit dem Kirchenbau beauftragte Firma im Herbst 1906 zu einer Nacht- und Nebelaktion überredet, bevor es aber konkrete Reaktionen geben konnte, war die Vinzenzkapelle bereits in Schutt und Asche gelegt.

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