VfL Heinsberg und der SF Albaum informieren über geplante SG-Gründung

Jetzt liegt es an den Mitgliedern

Auf großes und wohlwollendes Interesse stieß am Donnerstagabend die Informationsveranstaltung der SF Albaum und des VFL Heinsberg über die Gründung der geplanten Spielgemeinschaft im Seniorenbereich. Foto: Dieter Dörrenbach

Die Weichen sind gestellt, nun liegt es an den Mitgliedern des VfL Heinsberg und der SF Albaum, ob es zu der geplanten Spielgemeinschaft im Seniorenbereich kommt: Die entscheidenden Jahreshauptversammlungen der beiden Fußballclubs finden am 24. Januar in Albaum und am 28. Februar in Heinsberg statt. Eine einfache Mehrheit reicht für diese weitreichende Entscheidung.

Im Rahmen einer gemeinschaftlichen Informationsveranstaltung wurden den 85 Anwesenden am Donnerstagabend im Hotel Schwermer in Heinsberg detaillierte Infos zu der geplanten Spielgemeinschaft vermittelt. Was seit Jahren im Jugendbereich und in der Altliga mit Erfolg klappt, soll nun ab der Saison 2015/16 auch im Seniorenbereich eingeführt werden. Die Damenmannschaft des VfL Heinsberg ist davon nicht betroffen.

Der 2. Geschäftsführer des VfL Heinsberg, Markus Kleffmann, erklärte, warum man sich zu diesem Schritt entschlossen habe: „Man spürt den demografischen Wandel auch bei uns in Heinsberg. Waren die Einwohnerzahlen vor wenigen Jahren noch bei 1100, so sind es aktuell nur noch 945. Wir haben derzeit zwar noch keine Not, doch wir müssen früh genug damit beginnen zu planen, damit der Zug nicht ohne uns abfährt.“ Als Musterbeispiel für eine gelungene SG-Bildung nannte er die Vereine Fretter und Serkenrode.

Kleffmann zählte die vielen Vorteile einer Kooperation auf: die geringe Entfernung zwischen den beiden Orten, sportlich sei man auf Augenhöhe, das sportliche Niveau würde sich positiv entwickeln und die Spieler würden von den „Minis“ bis hin zur Altliga in der SG spielen können.

„Wenn wir den Spielbetrieb aufrechterhalten wollen, bleibt uns nichts anderes übrig. Vor 50 Jahren wäre an eine Bildung einer Spielgemeinschaft nicht zu denken gewesen“, sprach Markus Kleffmann auch die damaligen „Feindseligkeiten“ an.

Als Trainer für die aktuell 75 Spieler steht Sascha Schulz (VfL Heinsberg) für die erste und zweite Mannschaft zur Verfügung. Besian Gerguri würde die Dritt- und eventuell Viertvertretung übernehmen. Thomas Stemmer, Coach der SF Albaum, hatte aus persönlichen Gründen abgesagt.

Der Name, entweder SG Albaum/Heinsberg oder SG Heinsberg/Albaum, wird für die ersten drei Jahre ausgelost, danach erfolgt ein Wechsel. Auch die Frage nach der Austragung der Heimspiele ist beantwortet. Beispiel: Finden die Heimspiele in der Hinrunde in Albaum statt, werden in der Rückserie die Spiele in Heinsberg ausgetragen. Auch in der Hinserie der Saison 2016/17 würde diese Regelung noch Bestand haben. (Von Dieter Dörrenbach)

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