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Brand in Großbäckerei: Vier Mitarbeiter im Krankenhaus - 120 Kräfte im Einsatz

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Von: Kai Osthoff

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Brand bei Großbäckerei Hesse in Kirchhundem
Während des Feuerwehr-Einsatzes musste die Produktion der Bäckerei Hesse in Welchen-Ennest gestoppt werden. © Kai Osthoff

Ein Brand in einer Produktionshalle der Bäckerei Hesse im Kirchhundem hat zu einem Großeinsatz geführt. Vier Mitarbeiter mussten ins Krankenhaus.

Kirchhundem - Feuer in einer Produktionshalle der Bäckerei Hesse im Kirchhundem im Kreis Olpe (NRW). Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK, Malteser Hilfsdienst und Polizei rückten am Mittwochmittag (11. Mai) zu einem Großeinsatz in den Ortsteil Welschen-Ennest aus. Rund 120 Einsatzkräfte waren mehrere Stunden lang im Einsatz.

Der Brand war gegen 10.22 Uhr der Kreisleitstelle Olpe gemeldet worden. In der betroffenen Halle war es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Brand an einem Kabelkanal eines der Bäcker-Öfen gekommen. Der Brand hatte zu einer starken Verrauchung innerhalb der Halle geführt.

Kirchhundem: Brand in Produktionshalle von Bäckerei Hesse

Die hatte zur Folge, dass am Ende 25 Betroffene in einer Halle des eines benachbarten Betriebs vom Rettungsdienst und Notärzten gesichtet und betreut wurden. Vier von ihnen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus. Acht Mitarbeitende wurden in der Kategorie „Grün“ eingestuft.

Wegen der hohen Anzahl von Betroffenen hatte die Kreisleitstelle Olpe bereits während der Anfahrt der ersten Fahrzeuge das Einsatzstichwort auf einen sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ – kurz ManV – erhöht. Darum rollten nach und nach zahlreiche Rettungswagen aus dem Kreis Olpe und Siegen-Wittgenstein an die Einsatzstelle.

Brand bei Bäckerei Hesse in Kirchhundem
Beim Brand in der Produktionshalle der Bäckerei Hesse wurden vier Mitarbeiter verletzt. © Kai Osthoff

Brand bei Hesse in Kirchhundem: Schwierige Löscharbeiten

Die Feuerwehr begann mit der Brandbekämpfung in der Halle. „Da der Kabelkanal sich an der Hallendecke befand, war das schon eine gewisse Schwierigkeit für uns, das Feuer zu löschen“, erklärte Marco Hatzfeld als stellvertretender Pressesprecher der Feuerwehr Kirchhundem. Beim Erstangriff war er selbst als Atemschutzgeräteträger ganz nah dran gewesen am Brandherd.

Mit einem starken Aufgebot an Feuerwehrkräften gelang es schließlich den Brand zu löschen: „Durch das schwere Erreichen des eigentlichen Brandherdes flammte das Feuer immer wieder auf, sodass im weiteren Einsatzverlauf die betroffenen Teile durch Aufbringen eines Schaumteppichs heruntergekühlt und letztendlich erstickt werden konnten“, heißt es im Einsatzbericht.

Ein Brandsachermittler der Kriminalpolizei Olpe nahm Ermittlungen zur Brandursache auf. Möglicherweise könne ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst haben, hieß es schon im Laufe der ersten Stunden. Unklar ist bisher noch, wie es mit der weiteren Produktion der Großbäckerei weitergeht. Für die Dauer des Einsatzes war diese jedenfalls gestoppt worden.

Am selben Tag gab es in Grevenbrück einen Schwelbrand in einer Fleischerei. In Marienheide zerstörten Flammen eine Doppel-Garage mit einem Oldtimer darin. Die Feuerwehr verhinderte im stundenlangen Nachteinsatz, dass aus dem Feuer ein Waldbrand wurde.

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