Schulausschuss empfiehlt Planvariante B für 335.000 Euro

Kirchhundemer Grundschule „Am Kreuzberg“ erhält Anbau für Ganztagsbetreuung

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So soll der Pavillon an der Grundschule „Am Kreuzberg“ aussehen.

Die Grundschule Kirchhundem „Am Kreuzberg“ platzt aus allen Nähten. Doch Abhilfe ist in Sichtweite. Der Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Soziales (ASSKS) der Gemeinde empfiehlt dem Rat, einen Anbau mit einem Kostenaufwand von rund 335.000 Euro zu genehmigen. Die Ratssitzung findet am Donnerstag, 29. April, uum 17.30 Uhr in der Sekundarschule am Alten Feld statt.

Kirchhundem - Grund für den dringend erforderlichen Anbau ist die drastisch gestiegene Zahl der Kinder, die im Offenen Ganztag (OGS) betreut werden. Schulleiterin Edith Wagener hatte in der ASSKS-Sitzung im Januar die Entwicklung vorgestellt: 80 von 139 Schülern nehmen ein Betreuungsangebot wahr, 47 in der OGS, 33 im Programm „8 bis 13“, Tendenz weiter steigend. 2007, beim OGS-Start, waren es noch 23 Kinder.

Wagener in der Sitzung: „Die OGS-Kinder verbringen mehr Zeit in der Schule als mancher Erwachsene bei der Arbeit.“ Und mit Blick nach vorn: Wenn sich die Schülerzahlen wie bisher weiterentwickeln und jedes Kind per Gesetz einen OGS-Anspruch erhalte, müsse dringend Platz geschaffen werden. Viele Räume in der Grundschule werden laut Wagener doppelt genutzt, übliche Fachräume stehen kaum zur Verfügung, einige Klassen werden beispielsweise von der Musikschule Lennestadt-Kirchhundem mitgenutzt, die elektrische Ausstattung lasse zu wünschen übrig. Den Computerraum nutzen die Lehrkräfte gleichzeitig als Betreuungsraum, selbst die Hausmeisterwerkstatt wird dafür zweckentfremdet.

Angebaut werden soll nun eine Art Pavillon mit viel Glas, der unter anderem als Mensa mit 60 Sitzplätzen genutzt werden soll, aktuell stehen für das Mittagessen ganze 24 zur Verfügung – viel zu wenig. Errichtet wird der Anbau auf dem unteren Schulhof mit Blickrichtung Dorf, das Essen wird über den Hof angeliefert, Ausgabe ist an einer Theke.

Die jüngste ASSKS-Sitzung entschied sich für die Bauvariante B, allerdings ohne den darin ursprünglich enthaltenen Aufzug. An Landesmitteln stehen 179.000 Euro zur Verfügung.

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