Katholisches Hilfswerk Renovabis fördert Projekt in Prizren

Kosovaren schildern bei Besuch in Rahrbach ihre multikulturelle Arbeit

Auf Einladung des KAB-Bezirks informierten Ramize Gashi und Bardhyl Metkamberi (links und rechts des Schildes) in Rahrbach anschaulich über ihr Leben und ihre soziale Arbeit in Prizren.

Rahrbach. Auf Einladung von Präses Reinhard Lenz fand im Pfarrheim in Rahrbach eine Informationsveranstaltung des KAB-Bezirks Siegen-Olpe über das katholische Hilfswerk Renovabis statt.

Renovabis ist ein katholisches Hilfswerk, das 1993 speziell für Osteuropa gegründet wurde, und mittlerweile 23.000 Projekte mit Spenden von rund 750 Millionen Euro unterstützt hat. 

Mittelpunkt der Veranstaltung war ein Vortrag mit dem Thema „Leben ist Lernen“, in dem es um die Vorstellung eines laufenden Projekts in Prizren/Kosovo durch am Projekt Beteiligte ging. 

Ramize Gashi und Bardhyl Metkamberi berichteten anschaulich über ihr Leben in Prizren, wo Renovabis verschiedene Schul- und Sozialprojekte unterstützt. Bardhyl Metkamberi wurde 1987 im Kosovo geboren. Er studierte Soziologie, Rechts- und Politikwissenschaften sowie aktuell Europäische Integration und öffentliche Verwaltung. Metkamberi ist seit Ende 2017 pädagogischer Leiter des Projektes „Tranzit“ am Loyola-Gymnasium in Prizren.

Orchester verbindet

Im angeschlossenen sozialpädagogischen Zentrum „Loyola Tranzit“ engagieren sich Schüler des Loyola-Gymnasiums für benachteiligte Kinder aus dem angrenzenden Roma-Viertel und bauen damit eine Brücke der Freundschaft zwischen zwei Welten.

Ramize Gashi arbeitet als Erzieherin und berichtete aus ihrer Sicht, wie die Kinder der verschiedenen Volksgruppen miteinander leben und gefördert werden können. Gleichzeitig werden junge Erwachsene des Viertels gefördert und übernehmen selbst Verantwortung im Projekt, beispielsweise im Kindergarten, der Nachmittagsbetreuung oder einem im Viertel gegründeten Jugendorchester. Wichtig ist dieses in „Tranzit“ gestartete Musikprojekt, in dem die Schüler gemeinsam in einem Orchester spielen. Dort lernen und praktizieren sie im Wortsinne, wie man „zusammen spielt“. Ramize Gashi und Bardhyl Metkamberi kamen zusammen mit diesem 25-köpfigen Orchester aus Kindern und Jugendlichen nach Deutschland. Die Gruppe übernachtete im Jugendhof der Erzdiözese in Altenhundem und gab gemeinsam mit dem MK-Schulorchester ein Benefizkonzert. Von Altenhundem aus ging es dann zunächst nach Paderborn zu einem Auftritt bei einer Renovabis-Aktionseröffnung und am folgenden Tag nach Berlin zu einer Schul- und Orchesterbegegnung am Canisius-Kolleg.

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