Sanierung des Kleffwegs in Albaum erst im Jahr 2015

„Lebensader“ bleibt gesperrt

Albrecht Sandholz, Ulrich Krumm und Louisa Wyneken von der Bezirksregierung sowie Tobias Middelhoff (v. l.) gaben Auskunft zu aktuellen Themen. Foto: Michael Sauer

Albaum. Der Kleffweg wird saniert – aber erst 2015. Das erklärten die Verantwortlichen von Bezirksregierung und Gemeinde den rund 75 Anwesenden bei der Bürgerversammlung in der Albaumer Schützenhalle.

Und sie gaben damit einen Ausblick auf das Ende des Streitthemas, das bis ins Jahr 2011 zurückreicht und bisweilen beinahe groteske Züge angenommen hatte.

Albrecht Sandholz, Vorsitzender des Heimat- und Fördervereins, der die Versammlung für die erkrankte Ortsvorsteherin Jutta Schneider moderierte, hatte sich offenbar auf einen langen Abend vorbereitet. „Lasst uns die Hauptthemen bis 21.30 Uhr besprechen, danach ist noch Zeit für örtliche Themen“, erklärte er die Zeitplanung – die Sitzung begann um 19 Uhr.

Hauptthema – und auch Streitthema – des Abends war die „Lebensader“ des Ortes: der Kleffweg, der Ende August 2011 gesperrt worden war und der nach einigen Verzögerungen eigentlich in diesem Jahr saniert und wieder geöffnet werden sollte. Warum das nun doch nicht funktioniert, erklärte Louisa Wyneken von der Bezirksregierung Arnsberg. Denn die Kosten von etwa 200.000 Euro für den gesamten Kleffweg sind deutlich höher, als der Betrag, den die Bezirksregierung für das Flurbereinigungsverfahren Albaum-Lütke Aa vorsieht. „Das ist mehr Geld, als 2014 verfügbar ist“, erklärte sie. „Es gibt eben keinen großen Topf, aus dem wir uns bedienen, wir müssen die Gelder vorher einplanen.“ Zudem sprächen auch bautechnische Gründe gegen die Sanierung 2014: „Wir würden bis zum Winter nicht fertig. Und es ist nicht ratsam, den Weg im halb ausgebauten Stadium über den Winter liegen zu lassen.“

Middelhoff: Versprechen für 2015

Das sieht Kirchhundems Beigeordneter Tobias Middelhoff ähnlich: „Wir wollen eine vernünftige Lösung, keine Flickschusterei. Dass die Sanierung nicht mehr 2014 klappt, liegt nicht am Willen, sondern an den Umständen.“

Aber er stellte auch klar, dass der Weg 2015 definitiv gebaut wird: „Sie haben mein Versprechen, dass der Gemeindeanteil an den Kosten für 2015 in den Haushaltsplan eingestellt wird. Und zu dieser Aussage stehe ich.“ Louisa Wyneken ergänzte: „Der Kleffweg wird 2015 hundertprozentig fertig.“

Aus dem Publikum kamen zu diesem Punkt aber Zweifel, denn die Verantwortlichen planen eine Bauzeit von acht Monaten. Sollte es aber 2014/2015 einen langen Winter geben, wäre auch in 2015 nicht genug Zeit für die komplette Sanierung.

Beim Thema Windkraft gab es gute Nachrichten für Albaum. Denn nach einem aktuellen Urteil des Oberverwaltungsgericht in Münster sind jegliche Planungen seitens der Gemeinden hinfällig, da die rechtlichen Grundlagen nicht mehr existieren. Die Befürchtung, Albaum werde von Windkraftanlagen eingekreist, ist daher zunächst einmal unbegründet.

„Sie können die bisherigen Planungen zu Vorrangflächen in der Gemeinde Kirchhundem vergessen“, erklärte Tobias Middelhoff. Damit gibt es in der Gemeinde Kirchhundem nur eine ausgewiesene Vorrangfläche für Windkraftanlagen: die Konzentrationszone bei Rahrbach. (Von Michael Sauer m.sauer@sauerlandkurier.de)

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