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Magie des Sauerländer Lichts

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Das Josef-Gockeln-Haus in Kirchhundem-Rahrbach feierte den Abschluss des 5. Rahrbacher Kultursommers mit einer Vernissage der Arbeiten der Teilnehmer.  Foto: Winfried Kock
Das Josef-Gockeln-Haus in Kirchhundem-Rahrbach feierte den Abschluss des 5. Rahrbacher Kultursommers mit einer Vernissage der Arbeiten der Teilnehmer. Foto: Winfried Kock

Schon mittlerweile zur guten Tradition geworden ist der Kultursommer im Josef-Gockeln-Haus in Rahrbach.

Zum fünften Mal trafen sich fast 60 Interessierte aus allen Altersgruppen für sieben Tage, um in verschiedenen Workshops ihre künstlerischen Fähigkeiten zu erproben und zu verbessern.

Kreis Olpe/Rahrbach.

Die Magie des sauerländischen Lichts fingen die Teilnehmer des Fotoworkshops ein, entwickelten ungewöhnliche Perspektiven unter Anleitung von Winfried Kock und schufen so in Rahrbach aufgenommene, aber ortsunabhängige Bildnisse, die zu fotografischen Ikonen der Natur wurden. Die Natur inspirierte auch in dem Workshop zum „Experimentellen Malen“ mit Sabine Puschmann-Diegel und wurde Ausgangspunkt für die ungewöhnlichen Bildwelten. Die Natur lieferte ursprünglich auch das Material für den Workshop „Holzskulptur“, in der jeder und jede ihr eigenes Kunstwerk aus Fundholz oder Block mit Unterstützung durch Ben Dix herausgearbeitet hat. Im Dialog mit dem Werkstück entwickelten sich nach und nach die Form und die Aussage der Kunstwerke. Im Workshop „Holzdruck“ zwang das Ausgangsmaterial zur Vereinfachung der Formen und forderte gleichzeitig zur Lust am künstlerischen Experiment auf. Wie schon in den vergangenen Jahren entstanden die Kunstwerke unter Anleitung von Thomas Peter.

Immer wieder eine neue Herausforderung war die Erarbeitung eines Kopfes oder eines Gesichtes aus Speckstein. Dabei reichten die Möglichkeiten, die Anne Bölling-Ahrens aufzeigte, von großer Vereinfachung und starker Reduzierung über die Maske, wie sie viele Naturvölker bei rituellen Handlungen einsetzen, bis hin zum lebensnahen Portrait.

Der Rahrbacher Kultursommer spricht mittlerweile auch immer mehr Familien mit älteren Kindern an. Diesen bietet sich hier wiederkehrend die Möglichkeit, gemeinsam an einem Thema zu arbeiten und gleichzeitig in der reizvollen Umgebung des Josef-Gockeln-Hauses entspannenden Urlaub zu verbringen. Auch Multiplikatoren wie Kunsterzieher nutzen die Gelegenheit, neue Techniken zu erproben und sich selbst mit und durch die renommierten Künstler weiterzubilden. Es wäre kein Kultur-Sommer, wäre nicht da das ansprechende kulturelle Rahmenprogramm, für das in erster Linie die Initiatorin und Leiterin des Kultursommers, Mechthild Hartmann-Schäfers, verantwortlich zeichnet. Neben einem Filmabend gestalteten auch alle gemeinsam mit viel Freude eine Decollage – ein Geschenk des Kultursommers an das Josef-Gockeln-Haus.

Vernissage zum Abschluss

An einem Abend war es den Teilnehmern auch möglich, in einem anderen als dem gewählten Workshop zu „schnuppern“ und vielleicht neue Interessen und Begabungen bei sich zu entdecken, was mit Begeisterung wahrgenommen wurde. In der abschließenden Vernissage stellten die Teilnehmenden ihre Werke vor. Begrüßt durch den Geschäftsführer Matthias Komp und Mechthild Hartmann-Schäfers konnten sich auch die angereisten Besucher von der Qualität und Kreativität überzeugen.

Seit vergangenem Jahr können Interessierte sich über eine eigene Internetpräsentation zum Rahrbacher Kultursommer auf dem laufenden halten. Dort sind unter www.rahrbacher-kultursommer.de die einzelnen Angebote ausführlich dokumentiert. Zeitnah werden dort auch Bildergalerien mit Fotos vom fünften Kultursommer zu sehen sein.

Wiederkehrend wurden von den Teilnehmern die gastfreundliche Atmosphäre und die ausgezeichneten Rahmenbedingungen gelobt.

In den Räumen des Josef-Gockeln-Hauses und im naturnahen Umfeld entwickelte sich ein kreatives Klima, das zu gelassenem und engagiertem, schöpferischen Tun aufforderte. Zurzeit befinden sich im Josef-Gockeln-Haus auch in den öffentlichen Räumen viele Werke der Dozenten. Der 6. Rahrbacher Kultursommer findet vom 9. bis 15. Juli 2016 statt. Erste Anmeldungen sind eingegangen.

Bei Interesse bitte melden bei mechthild.hartmann-schaefers@kab.de.

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