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Mehr als nur ein Fisch

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Fischwirt Alexander Schwedt (3. v.r.) führt die Besucher vom Heimatbund Gemeinde Finnentrop über die Teichanlagen der Fischereiökologie in Albaum.
Fischwirt Alexander Schwedt (3. v.r.) führt die Besucher vom Heimatbund Gemeinde Finnentrop über die Teichanlagen der Fischereiökologie in Albaum.

Der Heimatbund Gemeinde Finnentrop besuchte die Fischereiökologie des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) in Albaum. Dort wurden sie in die verschiedenen ökologischen Anliegen des Vereins eingeweiht.

Albaum.

Der Heimatbund Gemeinde Finnentrop e.V. lud im Rahmen der Betriebsbesichtigung zum Fachbereich Fischereiökologie des LANUV in Albaum ein.

Ein zentrales Ziel der Fischereiökologie sind ökologisch ausgerichtete Bewirtschaftungs- und Schutzmaßnahmen für die Fische, die durch menschliche Aktivitäten und viele Schadstoffe bedroht werden.

Fachbereichsleiter Diplom-Biologe Daniel Fey erläuterte den Gästen zunächst den historischen Hintergrund der Außenstelle des LANUV.

Heute bedient der Fachbereich Fischereiökologie sämtliche Themenfelder im Bereich Gewässerschutz, Fischartenschutz, Fischgesundheit, Aquakultur sowie fachlicher Aus- und Weiterbildung. Mit 34 Mitarbeitern und 8 Auszubildenden ist er einer der größten Arbeitgeber am Ort.

Als eines der wichtigsten Projekte der Fischereiökologie stellte Fey das Wanderfischprogramm NRW vor, das die Lebensbedingungen für sogenannte Langdistanzwanderfische verbessern und somit einen selbsttragenden Bestand ermöglichen soll. Da der Aufbau einer solchen Population noch unzureichend ist, werden Stützungsmaßnahmen durch Besatzfische getätigt.

Außerdem kümmert sich die Fischereiökologie um die Verbesserung verschiedener ökologischer Rahmenbedingungen, wie die Durchgängigkeit in Wandergebieten durch den Rückbau von Wehren .

Im Anschluss führte Fischwirt Alexander Schwedt die Besucher über die Lehr- und Versuchsteichanlagen und erklärte die unterschiedlichen Aufzuchtstadien.

Die Besucher waren erstaunt über die computergesteuerten Fütterungsautomaten und Überwachungssysteme.

Trotz allem bleibt die Arbeit in der Fischereiökologie auch weiterhin körperlich anstrengend, wie die Besucher beim Einholen eines Netzes zur Leerung des Teiches zwecks Reinigung feststellten. Abschließend bleibt festzuhalten, dass trotz großer Erfolge bei der Wiederansiedlung der Wanderfische weiterhin Probleme bestehen.

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