"Es war ein super Erlebnis"

Melina Schöttes wird Sechste im Teamsprint bei Rollerski-WM in Lettland

+

Oberhundem - "Es war ein super Erlebnis, bei einer WM dabei zu sein." Melina Schöttes vom Ski-Club Oberhundem hatte dieses Erlebnis bei der Rollerski-WM im lettischen Madona. Und mehr als das: Im Teamsprint belegte sie mit einer Partnerin den sechsten Platz und durfte an der Siegerehrung teilnehmen.

Der Reihe nach: Eine erlebnisreiche und erfolgreiche Woche in Lettland liegt hinter Melina Schöttes vom SC Oberhundem. Wie berichtet, wurde die 21-Jährige vom Deutschen Skiverband für die Rollerski-Weltmeisterschaften im lettischen Madona nominiert und nahm zum ersten Mal in ihrer Karriere an internationalen Titelkämpfen teil. 

Als eine der jüngsten Starterinnen überhaupt, in einem Feld mit namhaften Sportlern, sowohl aus der Skilanglauf- wie auch aus der Rollerskiszene, lieferte sie hervorragende Ergebnisse ab. 

Insgesamt standen an vier Tagen vier Wettkämpfe um Medaillen auf dem Programm. Zunächst fiel der Startschuss für den Lauf über 10 Kilometer  in der klassischen Technik. Nach vier Runden gewann die russsiche Topfavoritin Natalia Nepryaeva deutlich vor der Italienerin Lucia Scardoni, beide sehr erfolgreiche Skilangläuferinnen, gefolgt von der Titelverteidigerin und Rollerski-Spezialistin Linn Soemskar aus Schweden.  Nach 25:51,2 Minuten blieb die Uhr für Melina Schöttes stehen, dies bedeutete für sie den hervorragenden 14. Platz in einem hochkarätig besetzten Feld. „Es war anstrengend, aber ich bin mit meinem ersten Wettkampf bei einer WM absolut zufrieden“, so die 21-Jährige nach ihrem Auftakt. 

Zufrieden mit dem ersten Wettkampf

Bereits einen Tag später stand der Sprint über 200 Meter an vor zahlreichen Zuschauern mitten in der Innenstadt von Madona. Hier entschieden hundertstel Sekunden über Qualifikation und Ausscheiden. Melina benötigte in der Qualifikation für die leicht ansteigende 200m-Strecke 26,61 Sekunden und qualifizierte sich somit für die Finalläufe. „Das war absolutes Neuland für mich, mit dem Erreichen des Viertelfinales bin ich absolut zufrieden. Mein Ziel war es die Finalrunden zu erreichen. Es hat Spaß gemacht, vor so vielen Zuschauern zu laufen.“  In ihrem Viertelfinallauf schied die Oberhundemerin gegen die späteren Gold- und Silbermedaillengewinnerinnen aus Schweden aus und belegte einen sehr guten 16. Platz. 

Einen Ruhetag gab es für die Sportler nicht, bereits am Samstag stand ein Massenstart über 16,5 Kilometer in der freien Technik auf dem Programm. Konnte Melina in der ersten von fünf Runden der Spitzengruppe folgen, musste  Mitte der zweiten Runde aber abreißen lassen. „Ab der zweiten Runde war ich in einer Gruppe, in der keiner die Führungsarbeit machen wollten, um das Tempo hoch zu halten, habe ich selber viel Führungsarbeit geleistet, leider konnte ich am Ende den Zielsprint dieser Gruppe nicht mehr voll mitlaufen“, so die Oberhundemerin nach dem dritten Wettkampftag, den sie nach anstrengenden 16,5 Kilometern in einer Zeit von 43:15,6 Minuten und einem respektablen 18. Platz beendete.

DSV-Nominierung für Weltcup in Italien

Ein weiteres Highlight mit den Teamwettbewerben folgte am Abschlusstag dieser Weltmeisterschaften. Melina Schöttes durfte zusammen mit Julia Richter aus Sachsen für Deutschland an den Start gehen. Nach jeweils 3 Runden über 1,3 Kilometer in der freien Technik lief Melina Schöttes hinter den Favoriten aus Schweden, Italien und Russland als Sechste über die Ziellinie und durfte an der abschliessenden Siegerehrung teilnehmen. 

Melina Schöttes (18) wusste bei ihrer ersten Rollerski-WM zu überzeugen. 

„Es war ein super Erlebnis bei der WM dabei zu sein, die Stimmung im Team war gut. Vier Rennen in vier Tagen waren schon sehr anstrengend. Mit meinen Ergebnissen bin ich auch zufrieden“, zieht die junge Oberhundemerin ein positives Fazit von der WM in Lettland. 

Nach diesen guten Ergebnissen wird Melina Schöttes Mitte September beim letzten Rollerski-Weltcup in dieser Saison in Italien für Deutschland an den Start gehen. Auch hier stehen wieder vier Wettkämpfe an vier Tagen auf dem Programm.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare