20-Jährige schließt Sommersaison mit Weltcup in der Region Trentino ab

Melina Schöttes sichert sich Platz 8 in Italien

Mit einem starken achten Platz im Weltcup schloss Melina Schöttes die Sommersaison ab.

Oberhundem – Vier Wochen nach ihrer erfolgreichen Teilnahme bei der Rollerski-Weltmeisterschaft in Lettland stand ein weiterer Höhepunkt für Melina Schöttes vom Ski Club Oberhundem an. In Italien wurde das Finale des diesjährigen Rollski-Weltcup ausgerichtet. Vier Wettkämpfe an vier Tagen mussten die Rollskiexperten in der Region Trentino absolvieren.

Zum Start musste ein Berglauf in der klassischen Technik Richtung Monte Bondone, dem Hausberg von Trient, mit Ziel auf 1650 Meter Höhe bewältigt werden, bevor am Folgetag in der Innenstadt von Trient der Sprint ausgetragen wurde. Direkt im Anschluss ging es ins 60 Kilometer entfernte Val di Fiemme, wo ein Massenstart in der freien Technik gestartet wurde. Zum Abschluss musste die Alpe Cermis, Endpunkt der alljährlich stattfindenden Tour de Ski mit 400 Höhenmetern auf den letzten 4 Kilometer erklommen werden. 

Bereits am ersten Wettkampftag zeigte Melina Schöttes, dass sie auch am Berg mit den besten Rollskiläuferinnen mithalten kann. Mit Platz 13 und einem Rückstand von 1.37 Minuten auf die Siegerin und mehrfache Weltmeisterin Linn Soemskar aus Schweden, verpasste die 20-Jährige nur knapp einen Top Ten Platz. „Die Höhe von über 1500 Meter machte sich schon bemerkbar, mit diesem Auftakt bin ich auf jeden Fall zufrieden“, so die 20-Jährige nach dem Zieleinlauf. 

Am folgenden Tag ging es beim 200 Meter Sprint wieder um Hundertstelsekunden. „Direkt am Start hatte ich zwei Wackler auf den Rollern, die mir wahrscheinlich den Einzug ins Viertelfinale gekostet haben“, war ihr Fazit an diesem Tag, denn am Ende fehlten ganze 0,07 Sekunde für die Qualifikation fürs Viertelfinale. Somit blieb am Ende „nur“ Platz 17 unter den weltbesten Rollskiläufern. 

Am nächsten Tag im Fleimstal sollte es für die Oberhundemerin besser laufen. Massenstart über 10 Kilometer in der freien Technik, vier Runden in der Ortslage von Ziano. Schnell setzte sich eine zehnköpfiges Spitzengruppe vom restlichen Feld ab, unter ihnen auch Melina Schöttes. Erst Mitte der letzten Runde, nach einer Tempoverschärfung am letzten Anstieg, musste sie abreißen lassen. Mit einem Rückstand von nur 16,6 Sekunden sicherte Melina sich mit Platz 8 ihre bisher beste Platzierung im Weltcup. „Heute lief es richtig gut, ich musste zwar in der ersten Runde schon einmal kurz abreißen lassen, konnte aber in der Abfahrt die Lücke wieder zufahren, danach konnte ich bis zum allerletzten Anstieg das hohe Tempo der Spitze mitgehen“, freut sich die 20-jährige als beste Deutsche über ihre erste Top-Ten-Platzierung im internationalen Rollskibereich.

Und dies sollte nicht die letzte an diesem Wochenende bleiben. Bereits am nächsten Morgen ging es auf die letzten 13 Kilometer im diesjährigen Rollski Weltcup. Auf Platz 11 in der Gesamtwertung und einem Rückstand von 2.19 Minuten aus den Summation der Ergebnisse aus den letzten drei Tagen ging Melina Schöttes auf die sehr anspruchsvolle Strecke hoch zur Alp Cermise. Schnell konnte die Skilangläuferin auf die vor ihr gestarteten Läuferinnen aus Russland und Italien aufschließen und die ersten „flachen“ Kilometer in einer Gruppe zusammen laufen, bevor es auf die letzten vier Kilometer mit 400 Höhenmeter ging. „Es war schon extrem steil auf den letzten Kilometern und man merkte natürlich die letzten Wettkampftage“, so die Oberhundemerin, die ein sensationelles Rennen lief. 

Am Ende kam sie als Achte der Gesamtwertung der letzten vier Tage und wiederum als beste Deutsche, völlig erschöpft auf dem Gipfel an. Auch in der Tageswertung lief Melina auf Platz 8 und kassierte wieder Weltcup Punkte. „Es waren absolute tolle Erlebnisse bei der WM in Lettland und dem Weltcup in Italien, vor acht Wochen habe ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht, bei solchen internationalen Großereignissen starten zu dürfen. Mit Platz 6 bei der WM im Team und zweimal Platz 8 im Weltcup hätte ich vorher nie gerechnet. Aber dies alles ist nicht möglich ohne meine Sponsoren, die mich schon seit vielen Jahren finanziell unterstützen, genauso wie der Ski Club Oberhundem und natürlich meine Familie, die mir diese Erfolge erst ermöglichen“, zieht Melina ein überaus positive Fazit einer mehr als erfolgreichen Sommersaison.

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