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Museum steht in Silberg

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Alte Pferdegeschirre zieren die Wände im Museum.
Alte Pferdegeschirre zieren die Wände im Museum.

In unsere Reihe "Kurier vor Ort" gastierten wir diesmal im beschaulichen Örtchen Silberg.

Es ist davon auszugehen, dass bereits Ende des 16. Jahrhunderts bergbauliche Tätigkeiten in den Orten Silberg und Varste anzutreffen waren. So hat der Bergbau über lange Zeit hier das Leben geprägt. Die Karte der "Heidschötter Jacht" aus dem Jahre 1743 belegt die Existenz zahlreicher Schächte und Stollen von Grubenbetrieben. Da die Erzvorkommen immer geringer wurden und sich der Abbau somit nicht mehr lohnte, gingen mit Schließung der Grube Goldberg II (Untertagebetrieb) im Jahre 1935 die letzten (Bergmanns)-Lichter aus. In Silberg erinnert die Nachbildung eines Stolleneingangs als Grubendenkmal an diese Zeit.

Über viele Jahre hat Ortsheimatpfleger Herbert Severin die Dorfgeschichte - und hier im Besonderen die des Bergbaus - aufgearbeitet.

Wurden diese Exponate in der von Severin in der neuen Turnhalle 1997 eingerichteten Heimatstube aufbewahrt, fanden sie im 2009 eröffneten Heimatmuseum der Gemeinde Kirchhundem einen noch würdigeren Platz.

Das Museum wurde auf dem Hof "Schrabben Gut" errichtet, der 1900 abgebrannt war. 2002 wurde der wieder aufgebaute Hof dem damaligen Bobby Car-Club (heute Mini Cart-Club) überschrieben, mit der Auflage, hier ein Gemeindemuseum zu errichten. Seit 2009 ist der Bobby Car-Club rechtmäßiger Eigentümer des Hofes. Insgesamt 400.000 Euro wurden in den Hof gesteckt, alleine die Restaurierungsarbeiten im Museumsflur wurden von einem Kirchenmaler für 22.000 Euro durchgeführt. 123.000 Euro wurden durch die NRW-Stiftung zur Verfügung gestellt.

Die offizielle Eröffnung war 2009 anlässlich der 100-Jahr-Feier des TuS Silberg/Varste.

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