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Ablösung für „alte Schätzchen“ und mehr Platz im Gerätehaus

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Übergabe Feuerwehr-Fahrzeuge Kirchhundem Welschen Ennest
Neue Fahrzeuge konnten in Welschen Ennest feierlich an die Feuerwehr übergeben werden. © Rudolf Strunk

Die Freiwillige Feuerwehr freut sich über drei neue Fahrzeuge und einen Anbau an das Gerätehaus.

Welschen Ennest - Bürgermeister Björn Jarosz freute sich, der freiwilligen Feuerwehr Kirchhundem am Sonntag drei neue, in der Sonne funkelnde, Feuerwehrfahrzeuge auf dem Gelände der Löschgruppe Welschen Ennest offiziell überreichen zu können. Hierbei handelt es sich um zwei TLF 3000 (Tanklöschfahrzeuge) von denen eines in Welschen Ennest und eines in Kirchhundem stationiert ist sowie ein ELW (Einsatzleitwagen). Der neue ELW löst ein „altes Schätzchen“ ab, das nach 40 Jahren im Einsatz, das älteste im Kreis Olpe war. Der neue ELW mit einem Anschaffungswert von 150.000 Euro verfügt über zwei Funkarbeitsplätze und einen Besprechungsraum. Den ersten Einsatz hatte das Fahrzeug beim Brand in der Bäckerei Hesse im Frühjahr absolviert.

Die Anschaffungskosten für die beiden neuen Tanklöschfahrzeuge betragen zusammen 650.000 Euro. Beide Fahrzeuge sind mit einem 3000 Liter Tank ausgestattet und bieten Platz für jeweils acht Einsatzkräfte. Die Feuerwehrteams wurden von den Fahrzeugherstellern zwei Tage lang eingewiesen.

Aber nicht nur neue Fahrzeuge galt es einzuweihen, sondern auch einen Anbau in Holzrahmenbauweise an das Feuerwehrgerätehaus in Welschen Ennest. In dem Anbau sind Umkleiden und Spinde für die Einsatzkräfte untergebracht. Bislang mussten diese sich unter teils abenteuerlichen und gefährlichen Bedingungen neben den ausfahrenden Fahrzeugen in der Fahrzeughalle umziehen. Die Kosten für den Anbau belaufen sich auf 110.000 Euro, wobei von vielen freiwilligen Helfern zusätzlich Arbeiten in Eigenleistung mit einem Umfang von 1700 Stunden und einem geschätzten Wert von 20.000 Euro erbracht wurden. Im Rahmen des Anbaus sind zudem neue Parkplätze auf einer von der Firma Becker Immobilien zur Verfügung gestellten Fläche errichtet worden. Bedingt durch Corona haben die gesamten Baumaßnahmen entgegen der Erwartung zwei Jahre gedauert.

Die feierliche Einweihung der Fahrzeuge und des Anbaus erfolgte nach einem Gottesdienst und einem gemeinsamen Marsch von der Kirche zum Feuerwehrgerätehaus. Der musikalische Rahmen wurde vom Musikverein Rahrbach gestaltet. Der Einheitsführer der Löschgruppe Welschen Ennest, Martin Kowol, sowie Bürgermeister Björn Jarosz, Kreisbrandmeister Christoph Lütticke und der Leiter der Feuerwehr Kirchhundem, Klaus Happe, hoben in Ihren Gruß- und Dankesworten die sehr gute und effiziente Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den Fachgruppen der Feuerwehr in der Planungs- und Ausführungsphase hervor.

Alle Redner unterstrichen die Notwendigkeit einer mit Technik und Manpower gut ausgestatteten Feuerwehr für die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Bürger und wünschten allen Einsatzkräften eine stets gesunde Rückkehr von ihren oft gefährlichen Einsätzen. Bürgermeister Jarosz war es noch ein besonderes Anliegen bei all dem beeindruckenden Einsatz und Engagement der Feuerwehren bis hin an die Belastungsgrenze auf ein großes Ärgernis hinzuweisen. Mit zunehmender Tendenz werden Rettungskräfte von pöbelnden Gaffern an der Ausführung ihrer nicht selten lebensrettenden Arbeit gehindert.

Pfarrer Heinrich Schmidt erteilte den kirchlichen Segen für die neuen Fahrzeuge und den Anbau. Im Anschluss konnten die Fahrzeuge und der Anbau von den Gästen besichtigt werden.

von Rudolf Strunk

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