Ohne Ski-Club kein Wintersport

Viel Arbeit investiert der Ski-Club Oberhundem in die Loipen und den Betrieb des Skiliftes. Stephan Dörrenbach (v.l.), Andreas Schöttes und Peter Schöttes vor dem Loipenspurgerät. Foto: Dieter Dörrenbach

Der 1953 gegründete Ski-Club Oberhundem kümmerte sich vom ersten Tag neben dem Leistungssport besonders auch um den Skitourismus.

So wurden in der Vergangenheit zahlreiche Veranstaltungen, sowohl im alpinen und nordischen Bereich auf westdeutscher (NRW) Ebene, als auch im Inline-Bereich, hier sogar auf DSV-Ebene, durchgeführt. Der Ski-Club Oberhundem betreibt den einzigen Skilift in der Gemeinde Kirchhundem.

Im Jahr 2003 wurde eine gebrauchte Pistenraupe gekauft, da die vorherige nach einem Motorschaden nicht mehr zu reparieren war. Diese Anschaffung wurde ohne irgendwelche öffentlichen Zuschüsse aus der Vereinskasse finanziert. "Wir standen damals vor der Frage, wie es im Ski-Club weitergehen soll. Ohne eine eigene Pistenraupe konnten weder eine Trainingsloipe für unsere Mitglieder, noch der Skilift kurzfristig präpariert werden. Deshalb entschlossen wir uns zu dem Kauf", so der damalige zweite und jetzige erste Vorsitzender Andreas Schöttes. Nach Gesprächen mit der Gemeinde Kirchhundem, dem Verkehrsverein Oberhundem und den Gastronomen am Rhein-Weser-Turm beschloss man, dass die Loipenpräparierung im Bereich Rhein-Weser-Turm mit Zuschüssen der Tourismusbetriebe durch den Ski-Club Oberhundem weiter vorgenommen wird.

"Diese Zuschüsse decken jedoch gerade die Diesel- und Wartungskosten. Ohne die unentgeltliche Arbeit der Mitglieder, die die Pistenraupe fahren und auch Reparatur- und Wartungsarbeiten kostenlos durchführen, kämen wir mit den Kosten nicht zurecht", lobt Vorsitzender Andreas Schöttes das Engagement der Mitglieder. Es sind jedoch nicht nur die vielen Tätigkeiten im Winter, die von den Ski-Club-Mitgliedern geleistet werden.

Im Herbst wird freigeschnitten

"Im Herbst müssen die Waldwege regelmäßig freigeschnitten werden, damit diese mit der Pistenraupe befahren werden können. Auch Gespräche mit Waldbesitzern und Förstern werden geführt, um eine Genehmigung zum Freischneiden zu bekommen", erklärt der Fahrer der Pistenraupe, Peter Schöttes. Allein in diesem Winter mussten die Wege schon zweimal von Schneebruch mühevoll befreit werden. Seit dem 22. November 2008 wurde die "Knülle-Loipe" regelmäßig präpariert.

"Wir konnten in diesem Jahr fast zehn Wochen lang — lediglich Weihnachten hatten wir eine dreitägige Unterbrechung — eine Loipe am Rhein-Weser-Turm anbieten. Zumindest die ,Knülle-Wiese' konnte immer präpariert werden, was natürlich neben den Touristen auch unseren Nachwuchssportlern zugutekommt", zieht der SCO-Jugendsportwart "Nordisch", Stephan Dörrenbach, eine erfreuliche Bilanz. Aber auch das Präparieren der Wiese bedarf der Vorbereitung im Herbst.

"Man kann schon mit gutem Gewissen sagen, dass es ohne den Ski-Club Oberhundem keinen organisierten Wintersport in der Gemeinde Kirchhundem gäbe."

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