Alexander Lazzaro nutzt letzte Chance auf den Jungschützentitel

Patrick Krohne krönt sich zum König von Würdinghausen

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Der Vorstand (obere Reihe) ehrte die Wiedergründer und Günter Behle (60 Jahre/vorn r.) Fotos: Dieter Dörrenbach

Würdinghausen – So langsam wird es Zeit, die Straße „Alter Königsberg“ in Würdinghausen in „Königsallee“ umzuwandeln, denn zum dritten Mal in Folge kommt der Schützenkönig aus dieser Straße.

Patrick „Peppi“ Krohne heißt die neue König der Würdinghauser Schützen. Krohne setzte sich gegen Klaus Forst, Niklas Reichling und Martin Lawicki mit dem 75. Schuss nach 50 Minuten durch. Für den 39-jährigen selbstständigen Tischler war es der zweite Versuch, die begehrte Trophäe zu erlangen. 

Seit 23 Jahren baut das Mitglied des Königsclubs „Volle Deckung“ den Vogel für die Jungschützen, wandert und läuft gern und ist leidenschaftlicher Schütze. „Ja, es war mein Wunsch, im Jahr meines 25-jährigen Mitglied-Jubiläums König zu werden“, freute sich der neue Regent, dem Ehefrau Sandra als Königin zur Seite steht. Mit dem neuen Königspaar freuen sich ihre Kinder Alina (13) und Louis (10). 

Die Insignien sicherten sich Matthias Neuhaus (Apfel), Herbert Beckmann (Krone) und Felix Beste (Zepter). 

Patrick und Sandra Krohne – hier mit ihren Offizieren Christian Holderberg (l.) und Thomas Wiesner – regieren den Schützenverein Würdinghausen.

Bei den Jungschützen hatte Alexander „Alex“ Lazzaro die Nase vorn. Auch für den 22-jährigen Elektroniker war es der zweite und altersbedingt der letzte Versuch, Jungschützen-Regent zu werden. Und dieser Wunsch erfüllte sich nach nur 18 Minuten mit dem 27. Schuss im Schnellverfahren. Die erste Runde war abgehakt und Alexander Lazzaro eröffnete die zweite „offene“ Runde mit dem finalen Schuss und gab 15 Mitbewerbern das Nachsehen. Sein Vater Thomas war bei seinem Königsschuss im Vorjahr im Jahr 2008 allerdings noch um zwei Schüsse schneller. 

Zu seinen Hobbys zählt der neue Jungschützenkönig das Motorrad fahren, außerdem ist er Mitglied im Königsclub „Feuer Frei“. Den Apfel schoss Florian Steinhanses, die Krone Alexander Lazzaro mit dem Königsschuss und das Zepter Felix Lazzaro. 

Im großen Festzug am Sonntagnachmittag präsentierten sich die beiden Könige den vielen Besuchern. Das Tanzen im Kreisel war wieder ein besonderes Highlight. Begonnen hatte das „Fest der Feste“ am Freitagabend erstmals mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Hundemtalhalle, zelebriert von den Pastören Heinrich Schmidt und Dr. Jörg Ettemeyer. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen des Musikvereins Langenei unter der Leitung von Klaus Hechmann und des Gemischten Chores „Via Nova 1924“ Würdinghausen, der von Alexander Weber geleitet wird. 

Ein weiterer Höhepunkt waren die Ehrungen am Sonntagmittag, bei dem der Vorstand eine Reihe von Schützen für langjährige Treue auszeichnete. Im Mittelpunkt standen die sechs Mitglieder, die vor 65 Jahren mit anderen den Schützenverein nach dem Zweiten Weltkrieg wieder neu gründeten. Mit dem Orden für besondere Verdienste des Sauerländer Schützenbundes (SSB) wurde Peter Beckmann geehrt. Sie alle und die Jubelkönige erhielten großen Beifall. 

Zuvor hatte Unternehmer Walter Mennekes die Ansprache am Ehrenmal zum Gedenken der Gefallenen gehalten.

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