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Selbstgemalte Bilder verkauft: Siebenjähriger sammelt Spenden für Kinderhospiz

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Von: Dieter Dörrenbach

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Der siebenjährige Phil Tempel aus Würdinghausen sammelte 120 Euro, die er dem Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe übergab. Stolz zeigt der junge Schüler das Hospizmaskottchen, das er bei der Übergabe erhielt.
Der siebenjährige Phil Tempel aus Würdinghausen sammelte 120 Euro, die er dem Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe übergab. Stolz zeigt der junge Schüler das Hospizmaskottchen, das er bei der Übergabe erhielt. © Dieter Dörrenbach

Würdinghausen – „Das habe ich noch nicht erlebt, dass ein siebenjähriges Kind uns eine Spende gegeben hat.“ Katharine Alber vom Kinder- und Jugendhospiz "Balthasar" in Olpe war total perplex, als sie Ende des vergangenen Jahres eine Barspende von 120 Euro erhielt. Das Außergewöhnliche daran war, dass mit Phil Tempel der Spender erst sieben Jahre alt war.

Wie kam es zu der ungewöhnlichen Spende? „In den Tagen vor Weihnachten haben sich mein Lebensgefährte und ich im Beisein von Phil öfter darüber unterhalten, wie gut es uns eigentlich geht. Und dass es viele Menschen gibt, auch Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, vermutet Phils Mutter, Pauline Tempel, den Grund für die gute Tat ihres Sohnes gefunden zu haben; obwohl ihr Lebensgefährte Björn Gehle meint, dass Phil "sowieso eine soziale Ader hat".

Als der Junge dann begann, Bilder mit weihnachtlichen Motiven zu malen, fragte Mutter Paulina ihren Sohn, was er mit den vielen Bildern machen wolle. Da erzählte der Schüler der Grundschule Heinsberg, dass er die Bilder in der Nachbarschaft im Würdinghausener Eichenweg für 50 Cent verkaufen wolle. 

Nachbarn stocken "Kaufpreise" großzügig auf

Gesagt, getan. An drei Nachmittagen machte sich der Junge auf den Weg, im Gepäck auch von der Mutter gebackene Plätzchen. Als er die Nachbarn informierte, dass das Geld für ein Kinderheim sein sollte, „haben alle den Betrag großzügig aufgestockt“. Das Ergebnis mit 120 Euro kann sich sehen lassen, obwohl es eigentlich gar nicht um die Höhe des Betrages geht. 

„Allein die Idee des erst siebenjährigen Jungen ist bemerkenswert“, sagt Katharine Alber von Balthasar.

„Die Spende, die er eigentlich einem Kinderheim geben wollte, ist in Olpe gelandet, weil es Kinderheime hier in der Gegend nicht gibt“, betont Mutter Paulina Tempel.

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