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Von wegen kein Public Viewing: In diesem kleinen Ort wird die WM noch übertragen

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Von: Sebastian Schulz

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Rund 30 Fußballinteressierte verfolgten am Mittwoch in Hofolpe das deutsche WM-Spiel.
Rund 30 Fußballinteressierte verfolgten am Mittwoch in Hofolpe das deutsche WM-Spiel. © Stefanie König

Keine Public Viewings zur Fußball-WM 2022 im Kreis Olpe? Das stimmt fast. Denn ein kleines Dorf sticht heraus: Hier gibt es in der Schützenhalle zu den deutschen Spielen das Rudelgucken.

Hofolpe - Die Fußballweltmeisterschaft – in diesem Jahr so politisch wie nie – zieht in diesem Jahr eine Aufmerksamkeit der besonderen Art auf sich. Nichtsdestotrotz wird in einigen Orten an den langjährigen Traditionen zu WM-Übertragungen festgehalten. So richtet der Heimatschutzverein Hofolpe-Heidschott Public-Viewing-Veranstaltungen in der frisch renovierten Halle aus.

In den vergangenen Jahren hatte sich die Freiwillige Feuerwehr Hofolpe um eine Ausrichtung von Public Viewing- Veranstaltungen zu EM und WM bemüht. Nachdem in diesem Jahr die umfassende Renovierung und Modernisierung der Schützenhalle zu einem Ende gekommen war, stand die Entscheidung für die Halle als Ausrichtungsort aber schon fast vor Beginn fest. „Das Ambiente der gemütlich gestalteten Halle lädt auch einfach zum Verweilen ein“, so zweiter Vorsitzender Martin Wenzel.

Unter Eigenregie des Schützenvereins werden alle Spiele der Gruppe E in der Halle übertragen. Sollte Deutschland die Vorrunde überstehen, werden auch alle weiteren Spiele der deutschen Mannschaft in der Schützenhalle gezeigt. Dazu findet die Übertragung im Vorraum auf drei Bildschirmen statt, auch der Speiseraum ist geöffnet, hier laufen die Spiele auf einer großen Leinwand. Eingeladen zum Public Viewing in der Schützenhalle sind alle, die Lust und Laune haben. Der Eintritt ist frei, zur leiblichen Verpflegung ist die Theke offen und Würstchen stehen bereit. Einlass zu den Spielen ist jeweils zwei Stunden vor Anpfiff.

Die nächsten Spiele finden dabei auch zu arbeitnehmerfreundlicheren Uhrzeiten statt. Trotz der unüblichen Uhrzeit hatten sich zum Spiel am Mittwoch knapp 30 Fußballinteressierte zusammengefunden, um den Spielverlauf zu verfolgen. Neben Studierenden und Rentnern konnten sich einige mithilfe von Gleitzeit zwischen der Arbeit und dem Public Viewing-Event entscheiden. Andere hatten sich einfach Urlaub genommen oder waren nach der Nachtschicht gemeinsam wachgeblieben, um gemeinsam Fußball zu schauen – auch wenn die 1:2-Niederlage gegen Japan natürlich nicht so erfreulich für die Fans war...

Von Stefanie König

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