1. SauerlandKurier
  2. Kreis Olpe
  3. Kirchhundem

Renaturierungsprojekt von Gemeinde und Wirtschaft abgeschlossen

Erstellt:

Von: Hartmut Poggel

Kommentare

Renaturierung Rahrbach Firma Mennekes Kirchhundem
Daumen hoch für die gelungene Kooperation (v.l.): Mennekes-Geschäftsführer Volker Lazzaro, der Geschäftsführende Gesellschafter Christopher Mennekes, Bürgermeister Björn Jarosz und der Bauleiter, Diplom-Ingenieur Hendrik Stötzel. © Hartmut Poggel

Ökonomie und Ökologie im Gleichklang: Der Gemeinde Kirchhundem und der Firma Mennekes ist dies am Firmenstandort in Welschen Ennest gelungen. Mitten durch das Betriebsgelände fließt der Rahrbach. Ihn zu renaturieren und seine Ufer in Teilen der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen, war Teil eines „private-public-partnership“-Projekts.

Im Sommer 2020 starteten die Gemeinde und das Unternehmen ein groß angelegtes Renaturierungsprojekt, das jetzt abgeschlossen ist. Das Resultat ist ein rund 520 Meter langes und 7000 Quadratmeter umfassendes Areal, durchzogen von einer natürlich gestalteten Gewässerlandschaft mit neuem Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie einer Erholungs- und Freizeitfläche für die Öffentlichkeit. Die Gesamtbaukosten des Projekts beliefen sich auf rund 480.000 Euro, zu 80 Prozent gefördert durch das Land NRW. Die Gemeinde Kirchhundem übernimmt künftig die Pflege- und Unterhaltungskosten der Grün- und Erholungsflächen.

Renaturierter Rahrbach in Welschen Ennest Firma Mennekes
Blick in den renaturierten Bachlauf, mit dem dem Rahrbach Freiraum zurückgegeben wurde. © Hartmut Poggel

Durch die ökologische, natürliche Gestaltung des Flusslaufs gewann der Rahrbach Freiraum zurück, was sich in den nächsten Jahren positiv auf die Wasserqualität bis in den Unter- und Oberlauf des Baches auswirken wird. Mit dem Projekt kam die Gemeinde Kirchhundem einer Pflicht nach: Das sogenannte „Wasserhaushaltsgesetz“ legt den Kommunen auf, naturferne Gewässer in ökologisch wirksame, lebendige Systeme umzubauen. „In Welschen Ennest ist es uns gelungen, unsere Betriebsstätten zu erweitern, unseren Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze einzurichten, ihnen Freizeitflächen für die Pausen zu schaffen und gleichzeitig der Natur Lebens- und Entwicklungsraum zurückzugeben. So konnten wir einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und Kirchhundem als zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort im Grünen stärken“, unterstreicht Christopher Mennekes, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Mennekes, die Bedeutung des Projekts.

Natur und Industrie im Einklang

Und auch Bürgermeister Björn Jarosz unterstrich im Gespräch mit der Presse die Bedutung des Renaturierungsprojektes: „Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Firma Mennekes konnten wir im Gewerbegebiet in Welschen Ennest Natur und Industriearchitektur in Einklang bringen und einen Naherholungsraum mit hoher Aufenthaltsqualität für die Bürger schaffen, der den Freizeitwert unserer Gemeinde steigert und Vorbildfunktion für weitere Projekte dieser Art hat.“

Für Mennekes-Geschäftsführer Volker Lazzaro reiht sich das Projekt nahtlos in die Firmenphilosophie ein: „In unserem Unternehmen verwenden wir ausschließlich Grünstrom und in Welschen Ennest erzeugen wir über Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern unserer Verwaltungsgebäude auch selbst Solarstrom.

Daneben stellen wir aktuell unsere Dienstwagenflotte vollständig auf elektrisch und teilelektrisch betriebene Fahrzeuge um und reduzieren so den CO2-Ausstoß deutlich. In Welschen Ennest haben wir auf unserem Parkplatzbereich 50 Ladepunkte für E-Autos errichtet – und werden diese noch schrittweise auf bis zu 100 erweitern.“

Im Juli soll auch die attraktive öffentliche Erholungs- und Freizeitfläche mit Ruhebänken, einem Spielplatz und Sportgeräten am Rahrbach fertiggestellt sein.

Die Firma Mennekes investierte in den vergangenen Jahren rund 40 Millionen Euro in den Standort Welschen Ennest. Weltweit beschäftigt das Unternehmen für Steckvorrichungen und E-Mobilitäts-Ladelösungen rund 1500 Mitarbeiter, davon 600 in Welschen Ennest und 400 in Kirchhundem.

Auch interessant

Kommentare