„Unsere Dörfer haben Zukunft“

Siegerehrung der schönsten Orte des Kreises Olpe in Rahrbach

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Die Vertreter der sechs Siegerdörfer des Kreiswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ gemeinsam mit Landrat und den Bürgermeistern der Kommunen bei den Ehrungen in der Schützenhalle Rahrbach.

Rahrbach/Kreis Olpe. Der Kreis Olpe erlebte nach der 200-Jahr-Feier Ende August auf Burg Bilstein mit der Siegerehrung des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in der Schützenhalle Rahrbach das zweite Highlight innerhalb von drei Monaten.

Landrat Frank Beckehoff lobte die große Anzahl der teilnehmenden Dörfer auf Gemeindeebene. „Die 89 Dörfer zeigen eindrucksvoll den großen Stellenwert des Wettbewerbs und dass es nach wie vor eine große Anzahl von Dorfbewohnern gibt, denen an einer liebens- und lebenswerten Heimat gelegen ist und die gern bereit sind, für ihr Dorf großen Einsatz zu erbringen. Daher müssen wir uns um die Zukunft unserer Dörfer und des Wettbewerbes hier bei uns im Kreis Olpe keine Sorgen machen.“ Er betonte, „dass sich der Dorfwettbewerb im Laufe seiner langjährigen Geschichte immer wieder verändert hat. Standen anfangs die Verschönerungen mit Grün- und Blumenschmuck und die Verbesserung der dörflichen Infrastruktur im Vordergrund, erscheint der Wettbewerb heute im Kontext der vielfältigen Funktionen des ländlichen Raumes. So sollen die Dörfer angeregt werden, ihre kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen, baulichen und ökologischen Strukturen zu erhalten und diese im Sinne einer Zukunftssicherung weiter zu entwickeln.“ 

Frank Beckehoff stuft den Dorfwettbewerb als eine der größten und erfolgreichsten Bürgerinitiativen ein, weil die Bürger ihr Dorf in eigener Verantwortung gestalten, indem sie selbst Hand anlegen, um ihr Dorf für sich und die nachfolgenden Generationen zu entwickeln, es liebenswert und zukunftsfähig zu erhalten.

Baustein der dörflichen Identität

Auch Kirchhundems Bürgermeister Andreas Reinery machte den hohen Stellenwert des Wettbewerbs deutlich, der in der Gemeinde Kirchhundem schon Tradition hat. „Der Wettbewerb motiviert, den Lebensraum eigenverantwortlich mit zu gestalten und zu pflegen sowie die Lebensqualität für die Zukunft durch stete Weiterentwicklung des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Potentials nachhaltig zu sichern“, so Andreas Reinery, der das große ehrenamtliche Engagement als einen wesentlichen Baustein der dörflichen Identität einstuft. Der Bürgermeister wünscht sich, dass die Arbeits- und Dorfgemeinschaften weiterhin ihre Mitbürger für Aktivitäten zur Gestaltung des Dorflebens motivieren können und tatkräftige Unterstützung erfahren.

Fünf Dörfer für Landeswettbewerb 2018 qualifiziert

Die Siegerehrung nahmen Landrat Frank Beckehoff und seine Mitarbeiterin Vera Overrödder vor. 18 Dörfer hatten sich auf Gemeindeebene für den Kreiswettbewerb qualifiziert. Fünf Dörfer, Heid, Oberveischede, Helden, Milchenbach und Niederhelden werden den Kreis im kommenden Jahr im Landeswettbewerb vertreten. Allen Dörfern bescheinigte die Jury ein großes Engagement.

Mit dem Sonderpreis, je 250 Euro, wurden folgende Dörfer ausgezeichnet: Bebbingen, Benolpe, Bilstein, Eichen/Eichnermühle, Fretter, Marmecke, Neuenkleusheim, Rahrbach, Schliprüthen, Serkenrode, Tecklinghausen und Welschen Ennest.

Landrat Beckehoff erwähnte die vielfältigen und unterschiedlichsten Aktivitäten und Besonderheiten.

Heid und Milchenbach überzeugen Jury

Bei den Hauptpreisen erreichte Helden in der Gruppe 1 (ab 501 Einwohner) den dritten Platz, der mit 500 Euro dotiert ist. In der Gruppe 2 (bis 500 Einwohner) freute sich Rehringhausen über 500 Euro Preisgeld. In der Gruppe 1 (ab 501 Einwohner) kam Oberveischede auf den zweiten Platz und konnte 750 Euro mit nach Hause nehmen. Den gleichen Betrag erhielt Niederhelden in der Gruppe 2 (bis 500 Einwohner) und in Gruppe 1 (ab 501 Einwohner) erhielten Heid und Milchenbach (bis 500 Einwohner) jeweils ein Preisgeld von 1000 Euro.

Alle Sieger erhielten großen Beifall für ihre Kreativität, ihre Eigeninitiative und Engagement. Die Veranstaltung, die von der Dorfgemeinschaft Rahrbach und dem Schützenverein Rahrbach-Kruberg organisiert war, wurde musikalisch von den Original Rahrbachtalern unter Leitung von Werner Widmann sowie Wortbeiträgen von Chiara Dietz und Konrad von Weichs mitgestaltet.

Landrat Frank Beckehoff (r.) verabschiedete Heinz-Gerd Kraft (l.), der nach 25 Jahren die Leitung der Kreis-Bewertungskommission niederlegte.

Nach 25 Jahren legte Heinz-Gerd Kraft die Leitung der Kreis-Bewertungskommission nieder. Landrat Frank Beckehoff bedankte sich für sein großes Engagement. „Du hast den Wettbewerb hier im Kreis Olpe mitgeprägt und ihm Deinen ganz besonderen Stempel aufgedrückt.“

Auch bei den anderen ausgeschiedenen Mitgliedern der Bewertungskommission bedankte sich Beckehoff für ihren Einsatz.

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