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Der Schulleiter der Grundschule Kirchhundem, Manfred Beckmann, geht in den Ruhestand

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Von: Michael Sauer

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Manfred Beckmann griff bei seiner Verabschiedung auch selbst zur Gitarre.
Manfred Beckmann griff bei seiner Verabschiedung auch selbst zur Gitarre. © Michael Sauer

Kirchhundem. 36 Jahre im Schuldienst, davon 30 Jahre als Leiter der St. Christophorus-Grundschule Kirchhundem: Manfred Beckmann hat sich um die Schullandschaft in der Gemeinde verdient gemacht. Um ihm einen würdigen Abschied zu bereiten haben sich am Donnerstag Schüler, Eltern, Lehrerkollegium, Vertreter der Schulpflegschaft, der Verwaltung und auch ehemalige Weggefährten sowie Beckmanns Familie in der Turnhalle der Grundschule versammelt.

Manfred Beckmann sei ein Lehrer gewesen, der selbst „nie die Lust am Lernen verloren“ habe, sagte Edith Wagener, die ab morgen zunächst kommissarische Schulleiterin und damit Beckmanns nachfolger wird. Er sei „immer engagiert und interessiert“ gewesen und habe den „optimalen Lernerfolg“ der Kinder immer im Blick gehabt. Edith Wagener erinnerte aber auch an die vielen Verdienste, die sich der scheidende Rektor um das Außerschulische erworben hat, wie zum Beispiel das Reversi-Turnier oder den „Tag der Spiele“. Auch das Konzept der Offenen Ganztagsschule habe er „erarbeitet und weiterentwickelt“. „Trotz aller Arbeit hast du immer ein offenes Ohr gehabt“, bedankte sie sich bei Beckmann. Und weiter: „Wir wünschen dir im Ruhestand nur soviel Ruhe, wie du ertragen kannst.“

Als Überraschung überreichte das Kollegium dem zukünftigen Pensionär eine „Ausschulungstüte“. Darin waren verschiedene Dinge, die Manfred Becknmann in Zukunft brauchen könnte, zum Beispiel Werkzeug zum Werkeln im heimischen Gartenhaus oder Sonnenbrille und Hula-Kette für einen ausgiebigen Urlaub.

Natürlich durfte bei der Verabschiedung die „Kirchhundemer Hymne“, „Wo die Wälder wache halten“ nicht fehlen, schließlich stammt das Lied aus der Feder von Manfred Beckmann. Gesungen wurde es – mit geändertemText, passend zur Pensionierung – vom gesamten Lehrerkollegium, seinem „flotten Team“, wie Beckmann sagte, der die Sängerinnen auf der Gitarre begleitete.

Dank an die Familie

Er selbst war „fast sprachlos“ wegen der Abschiedsfeier: „Das war eine Riesenüberraschung.“ Und er war auch sichtlich bewegt: „Wenn das alles stimmt, was heute Morgen über mich gesagt wurde, dann gehe ich mit stolz in einen neuen Lebensabschnitt.“ In seine Dankesworte schloss er auch seine Familie ein: „Es ist nicht immer einfach, Frau oder Kind eines Lehrers zu sein. Auch wenn man es vermeiden, so nimmt man doch etwas von der Arbeit mit nach Hause. Dann ist es gut, wenn man jemandem zum Reden hat, der auch gute Ideen einbringt.“ An die Schüler gewandt, sagte er: „Jeder von euch hatte etwas Besonderes, das ich im Herzen tragen werde. Ich werde mit freundlichem Blick aus der Erinnerung heraus schauen und an die Zeit zurückdenken.“

Umrandet wurde die Abschiedsfeier von verschiedenen Auftritten der Schüler. So sorgte die Gitarrengruppe für den instrumentalen Part, die Klasse 4a sang das Lied „Spuren“. Die Klassen 2a und 4b trugen Gedichte vor und die 1a/b führte einen Tanz zu Rolf Zuckowskis Lied „Hut ab!“ vor. Zum Abschluss gab es noch einen „Überraschungs-Flash-Mob“ der 3a und der 4a/b. Wie beliebt Manfred Beckmann auch über die Kreisgrenzen ist, zeigte sich vor allem im eigens für ihn geschriebenen „Gedicht für dich“ der Klasse 4b, wo es hieß: „Selbst die Siegerländer kommen gerne zu dir.“

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