Total "crasy"

Es ist ein Reiseführer der ganz besonderen Art: "Go crazy" (Knaur/Juni 09) nimmt die Leser mit auf eine Reise zu den absolut verrücktesten Events - von Finnland bis Griechenland und von England bis Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ob Moorschnorcheln in Wales, Tomatenschlacht in Valencia, Ölschlacht in Andalusien oder Wattolümpiade in Ostfriesland - Überall in Europa gibt es total verrückte Veranstaltungen mit sehr hohem Unterhaltungswert.

Silberg hat die Nase vorn

Und in Sachen Verrücktheit hat Silberg in Europa die Nase vorn. Das Silberger Bobbycarrennen hat es geschafft, in die Riege der 70 verrücktesten Veranstaltungen Europas aufgenommen zu werden. In einer Skala von "mild Skurril" bis "komplett Wahnsinnig" belegt das Bobbycarrennen mit einem "Crazyfaktor" von zwei Punkten einen guten Platz im Mittelfeld.

Zwar ist die Bewertung nach eigener Aussage der Autoren subjektiv, aber in den meisten Fällen lässt sie sich durchaus nachvollziehen. So muss man nicht lange rätseln, warum die britische Meisterschaft im Schienbeintreten, die bereits 1612 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, einen der höchsten "Crazyfaktoren" bekommt, während die Weltmeisterschaft im Kohlesackwettschleppen einen der untersten Ränge belegt.

Außer in Sachen "Verrücktheit" werden die vorgestellten Veranstaltungen auch nach einem "Sportlichkeitsfaktor" und nach einem "Schmutzigkeitsfaktor" eingeordnet. Für die sportliche Seite beim Hermeskeiler Mülltonnenrennen gab es "nur" zwei Punkte im Buch.

Vielleicht liegt das ja an der Tatsache, dass sich die beiden Autoren das Spektakel nächstes Jahr zum ersten Mal anschauen werden und bisher noch keinerlei eigene Erfahrung verarbeiten konnten.

In Sachen Schmutzigkeit gab es allerdings keinen einzigen Punkt. Schlamm-, Torten-, Tomaten- oder Ölschlachten überlässt man in Silberg dann doch lieber den anderen.

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