Imkerverein Altenhundem plant 290.000-Euro-Neubau

Umwelt- und Bieneninformationszentrum soll in Kirchhundem entstehen

So könnte das Umwelt- und Bieneninformationszentrum des Imkervereins Altenhundem aussehen.
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So könnte das Umwelt- und Bieneninformationszentrum des Imkervereins Altenhundem aussehen.

Als ein „Bauprojekt für Bienen und Menschen“ betitelt der Imkerverein Altenhundem sein Vorhaben, ein neues Umwelt- und Bieneninformationszentrum zu bauen. Entstehen soll dies oberhalb der Sekundarschule in Kirchhundem, anstelle des TV-Sportheims. 

Lennestadt/Kirchhundem - Der Verein unterstreicht im Zuge der Bauplanungen nochmals in aller Deutlichkeit, wie wichtig Bienen für Menschen, Pflanzen und Tiere sind. Aus diesem Grund habe der Imkerverein in den letzten 20 Jahren auch den Naturschutz und die Landschaftspflege in sein Betätigungsfeld aufgenommen. Das Umwelt- und Bieneninfomationszentrum soll nun ein weiterer Baustein sein. „Wir planen ein modernes, ökologisch gebautes, attraktives und für die breite Öffentlichkeit zugängliches Bieneninformationszentrum (BIZ)“, so der Vorstand. Hier soll künftig nicht nur die Imkerausbildung an einem gut ausgestatteten Ort gebündelt, intensiviert und professionalisiert, sondern zugleich das Umweltbildungsangebot wesentlich erweitert werden.

Touristisch attraktiv - Optimale Ausbildungsbedingungen für Imker

Der Imkerverein sieht den Neubau und die Einrichtung des BIZ außerdem als eine „einmalige Gelegenheit“, die Region um eine überregional bedeutsame Imkerausbildungsstätte und ein touristisch attraktives Umweltbildungszentrum zu bereichern.

Konkrete Pläne für das nachhaltige Gebäude (135 Quadratmeter) hat der Verein bereits ausgearbeitet: Ein lichtdurchflutetes Foyer dient sowohl als Ausstellungsfläche wie auch als zusätzlicher Seminarraum. Der eigentliche Seminarraum bietet Tischplätze für mehr als 30 Personen. Von dort aus ist einerseits das Außengelände einsehbar, aber auch der durch eine Glaswand abgetrennte Schleuderraum. Die teilüberdachte Veranda bietet auf 45 Quadratmetern Platz für Unterricht im Freien. Passend wird auf das Gebäude ein Dach mit extensiver Dachbegrünung mit Moosen, Flechten und Sedumpflanzen gesetzt.

Da Imkerei immer auch abhängig von einer strukturreichen Landschaft und einer Umwelt im ökologischen Gleichgewicht ist, gehen die Pläne des Imkervereins aber über das BIZ hinaus – in Richtung Umweltbildungszentrum. Hier sollen zum Beispiel naturinteressierte (Wander-)Touristen sowie Schul- und Kindergartenkinder angesprochen werden.

Umweltbildung für Touristen und Schüler

„Dazu tragen eine Dauerausstellung im Foyer, ein digitaler Bienenstand und die attraktive Gestaltung des Außengeländes bei“, so der Verein. Weiterhin plant er einen Bienenerlebnisweg, einen Naturgarten, eine Blumenuhr nach Carl von Lineé, eine Streuobstwiese und ein Feuchtbiotop.

„Hier werden anhand der Imkerei Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vertieft und somit ein wichtiger Beitrag für die Umweltbildung geleistet“, ist sich der Vorstand sicher. Das Zentrum wäre gut zu erreichen und könnte auch als Ausgangspunkt für Rundwanderungen sowie als Zwischeneinstieg zum nahe gelegenen Rothaarsteig dienen.

Verein bittet um Hilfe bei Finanzierung

Der Imkerverein bittet bei seinem Vorhaben um Hilfe, denn die Kosten von rund 290.000 Euro kann der Verein nicht stemmen. Auf der Suche nach Fördermöglichkeiten der öffentlichen Hand hofft der Verein auch auf viele Spender.

Kontakt: Imkerverein Altenhundem, Tel. 02723/5382, biz@imkerverein-altenhundem.de, www.imkerverein-altenhundem.de

Bankverbindung: Sparkasse ALK, IBAN: DE67 4625 1630 0024 0000 10, BIC: WELADED1ALK

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