100 Jahre Eisenbahnstrecke Altenhundem-Birkelbach

Zug in die Vergangenheit

100 Jahre Bahnstrecke Altenhundem-Birkelbach bedeutet auch 100 Jahre Bahnhof Albaum. Das Originalfoto entstand am 30. Juni 1914, dem Tag der Streckeneröffnung. „Störig“ wurde der Zug mit den Ehrengästen erwartet. Foto: Archiv Gemeinde Kirchhundem

Albaum/Kirchhundem. „100 Jahre in 100 Tagen“: Unter dieses Motto haben Kirchhundem, Würdinghausen, Albaum und Heinsberg das Jubiläum der Eisenbahnnebenstrecke Altenhundem-Birkelbach gestellt.

Auftakt der Feiern ist am heutigen Pfingstsonntag auf dem Bahnhofsgelände in Albaum.

Der Heimat- und Förderverein Albaum und viele Freunde der Eisenbahngeschichte haben recherchiert, gestöbert und gearbeitet, um eine Ausstellung mit historischen Gegenständen, Filmen, alten Fotos und Dokumenten aus der 100-jährigen Geschichte der Bahnstrecke unter besonderer Berücksichtigung Albaums zusammenzustellen.

„Rund 180 Exponate und Dokumente aller Art sind zusammengetragen worden“, so der Vereinsvorsitzende Albrecht Sandholz. „Die Ausstellung zeigt sehr anschaulich die Bedeutung der Eisenbahn für die Orte entlang der Strecke.“

Eröffnet wird die Ausstellung im Vereinshaus des Musikvereins Albaum – es befindet sich direkt neben dem alten Bahnhof – am heutigen Sonntag um 10 Uhr.

Das Ende kam am 31. Dezember 1981

Der Pfingstsonntag als Datum wurde gewählt, da der Musikverein sein traditionelles Pfingstfest am und im Vereinshaus feiert. Ab 11 Uhr werden Fest- und Ausstellungsbesucher von der Egerländer Besetzung unterhalten.

Als im Jahr 1861 die Ruhr-Sieg-Eisenbahnstrecke komplett für den Verkehr freigegeben war, gab es schon wenig später erste Überlegungen zu einer Verbindung von Altenhundem über Biedenkopf nach Marburg. Über das Stadium der Gedankenspiele kamen die Pläne aber zunächst nicht hinaus. Konkret wurden diese Ideen erst wieder an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Am 30. Juni 1914 wurde die Strecke von Altenhundem via Kirchhundem, Heinsberg bis Birkelbach in Dienst gestellt. Das Ende kam schrittweise mit dem Jahr 1945, als in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs etliche Brücken gesprengt wurden.

Bis zum 31. Mai 1959 wurden noch Menschen und Güter von Altenhundem bis Würdinghausen und zurück befördert, am 31. Dezember 1981 endete dann auch die Güterbeförderung.

Geblieben sind als Zeitzeugnisse vier Bahnhöfe, einige wenige Brücken, darunter das Viadukt in Kirchhundem sowie das Aquädukt und der Tunnel bei Heinsberg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare