„Riesiger Schritt Richtung Zukunft“

Meilenstein für Breitbandausbau: Landrat unterzeichnet Vertrag mit Deutsche Glasfaser

Landrat Theo Melcher (vorne l.) und Gunther Schwab, Deutsche Glasfaser, unterzeichneten den Vertrag. Mit dabei waren die Bürgermeister (v.l.): Tobias Puspas, Peter Weber, Björn Jarosz, Uli Berghof, Gigabitkoordinator Markus Luke, Christian Pospischil und Achim Henkel.
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Landrat Theo Melcher (vorne l.) und Gunther Schwab, Deutsche Glasfaser, unterzeichneten den Vertrag. Mit dabei waren die Bürgermeister (v.l.): Tobias Puspas, Peter Weber, Björn Jarosz, Uli Berghof, Gigabitkoordinator Markus Luke, Christian Pospischil und Achim Henkel.

„Am heutigen Tag gehen wir einen riesigen Schritt Richtung Zukunft!“ So lautete der Kommentar von Landrat Theo Melcher, als er in Anwesenheit der Bürgermeister der Städte und Gemeinden seine Unterschrift unter den Vertrag mit Deutsche Glasfaser zum weiteren Breitbandausbau im Kreis Olpe setzte.

Kreis Olpe - Der Netzbetreiber mit Sitz in Borken wird in den kommenden Jahren rund 1600 Haushalte in den noch vorhandenen weißen Flecken im Kreisgebiet mit direkter Glasfaseranbindung bis ins Gebäude erschließen. Der Bund fördert das Projekt mit rund 37,8 Mio. Euro und das Land Nordrhein-Westfalen gibt rund 30,3 Mio. Euro dazu. Die Städte und Gemeinden erbringen einen finanziellen Eigenanteil von rund 7,5 Mio. Euro, damit die Gesamtfinanzierung sichergestellt ist. Der Kreis Olpe koordiniert das gesamte Projekt für die kreisangehörigen Kommunen.

„Es sind schon gewaltige Summen, die hier investiert werden, aber um zukunftsfähig zu bleiben, brauchen wir einfach die entsprechende Infrastruktur“, so Theo Melcher. Immerhin sind für das Projekt Tiefbauarbeiten auf über 600 Kilometer Länge erforderlich, mehr als 1300 Kilometer Leerrohre und über 1900 Kilometer Glasfaser werden verlegt. „Wir freuen uns, dass die Deutsche Glasfaser ihre Geschäftstätigkeit auf den Kreis Olpe ausweitet und den Glasfaserausbau gerade auch in den entlegenen Bereichen des Kreisgebietes vorantreibt.“

Flächendeckende Glasfaserversorgung

Stellvertretend für die Deutsche Glasfaser unterzeichnete Gunther Schwab, Geschäftsleiter Förderprojekte von Deutsche Glasfaser, den Vertrag in Olpe: „Unser gemeinsames Ziel ist die flächendeckende Glasfaserversorgung des Kreises Olpe. Nur wenn Wirtschaft, Politik und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort zusammenarbeiten, können wir auch diese Region bereit machen für alle Möglichkeiten und Annehmlichkeiten der digitalen Zukunft. Wir freuen uns auf das Projekt und bedanken uns insbesondere beim Kreis Olpe für das Vertrauen in unser Knowhow“, so Gunther Schwab.

Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser plant, baut und betreibt hauptsächlich anbieteroffene Glasfaser-Direktanschlüsse für Privathaushalte und Unternehmen. Sie engagiert sich bundesweit privatwirtschaftlich für die Breitbandversorgung ländlicher Regionen. Mit innovativen Planungs- und Bauverfahren realisiert Deutsche Glasfaser in enger Kooperation mit den Kommunen FTTH-Netzanschlüsse schnell und kosteneffizient – auch im Rahmen bestehender Förderprogramme für den flächendeckenden Breitbandausbau. Neben den 1600 Anschlüssen im Förderprojekt engagiert sich Deutsche Glasfaser auch eigenwirtschaftlich im Kreis: Aktuell verzeichnet der Netzanbieter ein Potenzial von weiteren 30.000 Glasfaseranschlüssen im gesamten Kreis Olpe, die sehr bald privatwirtschaftlich angegangen werden.

Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas freute sich zusammen mit seinen Kollegen über den nächsten Meilenstein beim Netzausbau: „Dieses Corona-Jahr hat uns allen vor Augen geführt, wie dringend wir auf schnelle Breitbandanschlüsse angewiesen sind – nicht nur in unseren Unternehmen, sondern auch Zuhause.“ Die Digitalisierung schreite unentwegt voran und erfordere neue, flexible Arbeitsformen. „Das alles geht nur mit einer guten Internetverbindung“, brachte es Tobias Puspas auf den Punkt. Vor diesem Hintergrund seien auch die notwendigen politischen Beschlüsse zur Erbringung der finanziellen Eigenanteile in allen Kommunen in großer Einmütigkeit gefasst worden.

Die Wintermonate werden nun genutzt, um einen konkreten Bauzeitenplan zu erarbeiten. Mit dem offiziellen Spatenstich ist – wenn die Witterung es zulässt – im ersten Quartal 2021 zu rechnen. Spätestens Ende 2024 soll das Projekt fertiggestellt sein.

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