100-jähriges Feuerwehrjubiläum der Löschgruppe Altenhundem

Segnung des Eichenkreuzes und hoher Besuch aus Berlin beim Festakt der Feuerwehr

Altenhundem. (ohm)

Auftakt des Festwochenendes anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Löschgruppe Altenhundem war am Samstag die Einweihung des Kreuzes am Klatenberg in Altenhundem. Nach der Begrüßung alle Gäste und Gönner der Feuerwehr erklärte Arnold Thöne den Sinn und Zweck des errichteten Kreuzes. Die Löschgruppe wollte etwas machen, was langfristig ist und nicht jeder hat. Durch die Verbundenheit zur Kirche gemäß dem Wahlspruch "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" war schnell klar, dass ein Kreuz errichtet werden sollte. Zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden, aber auch als Zeichen der christlichen Gemeinschaft wurde in den letzten Wochen und Monaten an diesem Projekt gearbeitet. Der Standort am Klatenberg wurde gewählt, da hier, oberhalb von Altenhundem mit Blick in das lange Hundemtal und gegenüber der Kirche, als letzter Ort um Altenhundem herum noch kein Kreuz stand. So wurde 52 Jahre nach dem Aufstellen des Kolpingkreuzes diese Lücke geschlossen.

Es soll auch ein Ort sein zum Innehalten, zur Andacht und zum Gebet. Da der Blick vom Kreuz aus Altenhundem und der Kirche zugewandt ist, hofft die Feuerwehr darauf, dass das Forstamt Olpe in naher Zukunft eine freie Sicht ermöglichen kann. Im Anschluss segnete Pastor Gundermann das Kreuz mit den Worten, "dass dieses Marterzeichen, was an den Weg gestellt wurde, ein Pluszeichen der Menschheit darstellt. Das, was dieses Zeichen ausdrückt, das dokumentiert auch der Dienst in der Feuerwehr. Eine Verbindung von Gott zum Menschen und der Menschen untereinander." Die musikalische Begleitung dieser Kreuzweihe übernahm das Blechbläserquintett der Meggener Knappenkapelle.

600 Teilnehmer

am Festzug

Der Sonntag begann für die Altenhundemer Wehr bereits um 10 Uhr mit dem Festhochamt in der St. Agatha-Pfarrkirche. Begleitet wurde die Messe musikalisch vom Musikzug Oedingen.

Höhepunkt war dann um 14.30 Uhr der große Festzug. Mit weit über 600 Festzugteilnehmern mit sieben Musikkapellen, 20 Löschgruppen, Ehrengästen, örtlichen Vereinen sowie historischen Fahrzeugen und Gerätschaften startete der Zug bei der Firma Hensel in Richtung Ortsmitte, wo er bereits von einer großen Anzahl von Besuchern des Jubiläums sowie des Frühlingsmarktes in Altenhundem erwartet wurde. Das schöne Sommerwetter tat sein übriges, so dass die Besucher sich bereits rechtzeitig einen guten Platz sichern mussten, um den prachtvollen Festzug erleben zu können.

Nach dem Einmarsch in die Sauerlandhalle begrüßte Löschgruppenführer Michael Ohm die Gäste. Ein besonderer Gruß ging an die erschienenen Ehrengäste wie den parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hartmut Schauerte, den Bürgermeister der Stadt Lennestadt, Alfons Heimes, den Kreisbrandmeister Werner Grüneböhmer sowie den Stadtbrandinspektor Manfred Stachelscheid. Michael Ohm ließ die 100 Jahre noch einmal Revue passieren und erwähnte, dass auch die Jugendfeuerwehr der Löschgruppe in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen feiert. Michael Ohm hob in seiner Ansprache hervor, dass die Löschgruppe im Jahr 1994 zur Erhöhung der Einsatzstärke einen gebrauchten Krankentransportwagen beschaffte und diesen in Eigenleistung zu einem Gerätewagen umbaute. Dem folgte im Jahre 2002 der nächste aus Eigenmitteln der Löschgruppe finanzierte heutige Gerätewagen. Die Löschgruppe Altenhundem hofft, dass dieses Fahrzeug das letzte aus Eigenmitteln bezahlte Fahrzeug war und vom Feuerschutzträger bei Bedarf gleichwertig ersetzt wird.

Im Anschluss gratulierte Bürgermeister Alfons Heimes der Löschgruppe und sprach Dank und Anerkennung der Stadt Lennestadt aus. Stadtbrandinspektor Stachelscheid bedankte sich bei allen für ihren selbstlosen Einsatz für das Leben der Mitmenschen. Nicht nur die Brandeinsätze, gerade auch die technische Hilfe und Umwelteinsätze kommen immer mehr in den Vordergrund der Feuerwehren.

Einen besonderen Dank sprach er den Familien der Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppe aus, die unzählige Stunden im Jahr auf den Partner für den Einsatz im Dienste der Mitbürger verzichten müssen. Eine große Überraschung für die Löschgruppe war der Besuch des Staatssekretärs Hartmut Schauerte. Auch er sprach die herzlichsten Glückwünsche zum 100-jährigen Jubiläum aus. Weiterhin hob Hartmut Schauerte hervor, dass eine ordentliche Behandlung der Feuerwehren durch Bund, Länder, Städte und Gemeinden erforderlich sein muss. Dazu gehöre eine ordentliche Ausrüstung und unendlich viel Schulung und Training für die Feuerwehren.

"Noch nie zuvor war die Feuerwehr so wichtig und wertvoll wie heute", so Schauerte. Ein Wegfall dieser und anderer freiwilliger Einrichtungen wäre nicht ersetzbar und schon gar nicht finanzierbar. Hartmut Schauerte wünschte der Löschgruppe weiterhin viel Glück und Gottes Segen für die zukünftigen Einsätze.

Geldspende für Typisierung

Löschgruppenführer Michael Ohm bedankte sich nochmals bei allen Gästen und überreichte im Namen der Löschgruppe eine Geldspende von 500 Euro an Achim Friedrichs von der Löschgruppe Meggen.

Dieses Geld soll der Spendenaktion für Udo Würden, der an Leukämie erkrankt ist, helfen, um die Typisierung zu finanzieren.

Zusammengefasst kann die Löschgruppe Altenhundem auf ein schönes und gelungenes Jubiläumsfest zurückschauen.

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