75 Jahre Kulturgemeinde Hundem-Lenne

Start in die neue Saison ist geglückt - Komödie mit Timothy Peach folgt

Vorstand der Kulturgemeinde Hundem-Lenne
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Seit 2018 leitet ein Vorstandsteam die Kulturgemeinde (v.l.): Lucas Jonny Boehm, Paul-Wilhelm Thiel, Petra Zimmermann und Jürgen Kalitzki.

Die Kulturgemeinde Hundem-Lenne kann in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen feiern – die Gründungsversammlung fand am 26. September 1946 im „Hotel zur Post“ in Altenhundem statt. Im aktuellen Programmheft hat Geschäftsführer Jürgen Kalitzki die Geschichte aufgezeichnet.

Lennestadt/Kirchhundem - Die Wurzeln der Kulturgemeinde reichen bis ins Jahr 1909 zurück. Zu dieser Zeit gab es bereits eine Vereinigung zur Veranstaltung von populär-wissenschaftlichen Vorträgen. So lockte ein Lichtbildervortrag eines Kunsthistorikers über „Brüssel als Stadt der flämischen Kunst“ zahlreiche Besucher ins Hotel zur Post. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 führte zu einem scharfen Einschnitt in das kulturelle Leben. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs kam es komplett zum Erliegen.

Wiederbelebung nach dem Krieg

Nach dem Krieg beginnt die Wiederbelebung der Kulturszene. Ab September 1945 finden Klavierkonzerte, Gesangsdarbietungen, Operettenabende, Lesungen und ähnliches immer donnerstags im Kino in Altenhundem statt. Ein Jahr später regt der Schützenverein Altenhundem in einem Schreiben an den Bürgermeister der Gemeinde Kirchhundem, Albert Patt, an eine Kulturgemeinschaft in der Gemeinde Kirchhundem zu gründen. Am 26. September 1946 fand die Gründungsversammlung der „Kulturgemeinschaft Hundem-Lenne“ im Hotel zur Post in Altenhundem statt.

Zweck der Kulturgemeinschaft sollte sein, „Darbietungen kultureller Art in der Gemeinde zu fördern, insbesondere für eine bestimmte Periode Kulturveranstaltungen in den einzelnen Orten der Gemeinde festzulegen und die Veranstaltungen selbst intensiv vorzubereiten“, so die Gründungsurkunde.

In den Folgejahren entwickelt sich „ein recht kontinuierliches, teils nur lückenhaft, teils nahezu vollständig dokumentiertes Kulturangebot von hohem Rang“, so Jürgen Kalitzki. Ab 1972 wird die Aula der Realschule Meggen zum neuen Theaterraum.

Im Jahr 1976 steht die Kulturgemeinde kurz vor der Auflösung, denn es kann kein neuer Vorsitzender gefunden werden. Auf Bitten des damaligen Stadtdirektors Erwin Krollmann übernimmt Paul-Wilhelm Thiel den Vorsitz und die Auflösung kann abgewendet werden.

Umzug ins PZ

Da die Bühnenverhältnisse in der Realschule nicht mehr ausreichen, sucht Paul-Wilhelm Thiel Rat bei Stadtdirektor Krollmann. Man entscheidet sich schließlich dafür, das geplante Pädagogische Zentrum in der noch im Bau befindlichen Anne-Frank-Schule in Meggen in einen Theaterraum umzubauen. Am 23. September 1979 wird das „PZ“ mit einem Gastspiel des Düsseldorfer Kom(m)ödchens mit Lore Lorentz und Thomas Freitag eröffnet. Lennestadt hat endlich ein „echtes“ Theater.

Unter Stadtdirektor Erwin Krollmann wird das PZ 1989/1990 umgebaut und erweitert, erhält eine größere Bühnenfläche, -tiefe und -höhe, Künstlergarderoben, ein erweitertes Platzangebot und eine neue Licht- und Tontechnik. Erwin Krollmann ist seit 1990 Ehrenmitglied der Kulturgemeinde, Paul-Wilhelm Thiel erhielt 1999 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

„Die Kehrseite der Medaille“ steht am 30. September auf dem Spielplan.

Im vergangenen Jahr konnten gerade einmal fünf Veranstaltungen stattfinden – Pandemie-bedingt mussten alle anderen Termine abgesagt werden. Mit „Don Quijote“ ist der Start in die aktuelle Saison geglückt – am heutigen Samstag präsentiert Sarah Hakenberg die Vorpremiere ihres neuen Programms „Es erinnert mich an irgendwas“, am Donnerstag, 30. September, folgt die Komödie „Die Kehrseite der Medaille“ mit Timothy Peach, Nicola Tiggeler, Martin Armknecht und Dominique Siassia.

Karten

gibt es in der Geschäftsstelle unter Tel. 02723/608403,
tickets@kulturgemeinde-hundem-lenne.de,
online unter www.kulturgemeinde-hundem-lenne.de,
oder am Veranstaltungstag an der Theaterkasse

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