8018 Stunden im Ehrenamt

Beim Ehrenamtsbrunch der Caritas konnten sich die fleißigen Helfer richtig verwöhnen lassen.

Die Bilanz ist beispielhaft und kann sich sehen lassen: 157 Ehrenamtliche unterstützten die hauptberuflichen Mitarbeiter des Caritas-Zentrums Lennestadt/Kirchhundem im vergangenen Jahr. Die engagierten und verlässlichen Ehrenamtlichen opferten gerne ihre Freizeit in den unterschiedlichsten Bereichen.

Sie leisteten 8018 Stunden, spielten Bingo mit Senioren, begleiteten Sterbende auf ihrem letzten Weg oder fungierten als Gesprächspartner.

Die Caritas bedankt sich seit Jahren mit einem Brunch im St. Franziskus-Seniorenhaus und bot den rund 100 Anwesenden zudem ein Forum zum Austausch.

Der Leiter des Caritas-Zentrums Jürgen Voß bilanzierte kurz das vergangene Jahr, in dem der letzte Zivildienstleistende verabschiedet wurde und es einen Boom in der Kurzzeitpflege gegeben habe. Die Tagespflege in Kirchhundem, die im Jahr 2010 begonnen habe, sei gut ausgelastet. Das Seniorenhaus in Elspe sei größtenteils voll belegt. Etwa 350 Menschen werden täglich zu Hause betreut, gepflegt und unterstützt. Zum Vergleich: Im Juli 2010 waren es noch etwa 250.

Jutta Voß, Leiterin Sozialer Dienst, informierte über die verschiedenen Tätigkeitsfelder der Ehrenamtlichen vom ausgebildeten Hospizhelfer, religiösen Begleiter, Einzelbesucher und Waffelbäcker, die im vergangenen Jahr 5000 Euro für den Caritas-Hospizdienst erwirtschafteten.

Jutta Voß bedankte sich bei den Ehrenamtlichen mit den Worten: "Wir können ohne Sie nicht arbeiten. Wir möchten weiterhin mit Ihnen Hand in Hand arbeiten. Wir sind stolz, dass wir niemandem absagen mussten und immer genug Ehrenamtliche hatten."

Beim Blick in die Zukunft sagte Jutta Voß: "Es wird immer mehr Menschen geben, die sich an uns werden. Camino ist der einzige anerkannte Palliativpflegedienst im Kreis Olpe." Tanja Hilden vom sozialen Dienst bedankte sich ebenfalls, verwies auf die gute Kooperation mit EiL (Ehrenamt in Lennestadt) und freute sich auf weitere junge Menschen, die sich einbringen.

Zwei gute Beispiele für ehrenamtliches Engagement waren beim Brunch dabei: Lisa-Marie Müller und Regina Becker. Den beiden 14-Jährigen kam bei einem Spaziergang durch Elspe der Gedanke einfach mal nachzufragen, ob sie sich engagieren dürfen. Nach einem "Vorstellungsgespräch" ließ der erste Termin nicht lange auf sich warten.

Zweimal monatlich spielen die Schülerinnen mit den älteren Menschen Bingo, Bowlen und Kegeln. Der Dank dafür: Herzliche Umarmungen, ein Lachen und Freudentränen seien das Engagement wert.

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