Leser fragen – Experten antworten

Kostenlose Telefonaktion am 10. Oktober: Abzocke bei Inkassobüros

Alexander Steinhof (Tel.: 02721/136-142) und Maren Thomassohn (Tel.: 02721/136-141), Berater der Verbraucherzentrale, geben auf die Fragen unserer Leser zum Thema „Inkasso“ gerne Antworten.

Altenhundem/Kreis Olpe. Was machen Inkassobüros überhaupt? Ist Neinsagen bei aufgeblasenen Inkassokosten erlaubt? Und was kann gegen unnötige Zahlungen unternommen werden? Die Verbraucherzentrale NRW in Altenhundem und der SauerlandKurier bieten während einer kostenlosen Telefonaktion am kommenden Mittwoch, 10. Oktober von 17.30 bis 19 Uhr Antworten auf die Fragen unserer Leser.

Es kann wirklich jedem passieren: Rechnungen können aus vielseitigen Gründen vergessen oder deren Zahlung verpasst werden. Es folgt das Schreiben eines Inkassobüros. Diese Unternehmen treiben für andere Firmen die Zahlungen ein und berechnen dafür – neben dem Geld für die offene Rechnung – zusätzliche Inkassokosten. Das Problem dabei: Es gibt keine festen Vergütungssätze. Somit ist nicht eindeutig festgelegt, wieviel der Schuldner zahlen muss. Häufig kommt es vor, dass Inkassounternehmen viel zu hohe Zusatzkosten von den Verbrauchern verlangen. 

„Viele Betroffene bekommen eine Mahnung und bezahlen einfach. Sie haben Angst vor den im Schreiben angedrohten Folgen“, sagt Maren Thomassohn, Beraterin bei der Verbraucherzentrale in Altenhundem. Es gab sogar schon Fälle, in denen Inkassobüros mit Freiheitsentzug von bis zu fünf Jahren gedroht haben. 

Thomassohns Kollege Alexander Steinhof ergänzt: „Die Verbraucher werden mit etwas bedroht, was das Gesetz gar nicht hergibt.“ 

"Betroffene müssen sich auch helfen lassen"

Dennoch gibt es auch legale Druckmittel, die Inkassounternehmen nutzen dürfen. Eine Drohung mit einem Schufa-Eintrag, einer Klage oder einer Ankündigung von Hausbesuchen durch Gerichtsvollzieher liegen beispielsweise im legalen Bereich. Der wichtigste Aspekt dabei ist allerdings: Das Verhalten der Inkassounternehmen darf nicht nötigend sein. Dies wäre strafbar und lässt sich auch strafrechtlich verfolgen. Allerdings seien sich viele der Betroffenen nicht sicher, ob sie gegen ein Inkassounternehmen vorgehen können. Oft werde der Betrag von Schreiben zu Schreiben höher, was den Druck nur noch steigere – „nebenbei gesagt, auch ein illegales Mittel“, so Steinhof. 

Aus diesem Grund will die Verbraucherzentrale, aufklären. „Betroffene müssen die Schreiben immer kritisch prüfen und sich dann auch helfen lassen“, so Thomassohn. Tipps und Hilfestellungen zu diesem Thema geben Maren Thomassohn und Alexander Steinhof bei der kostenlosen Telefonaktion am Mittwoch, 10. Oktober von 17.30 bis 19 Uhr. Die beiden Berater sind wie folgt zu erreichen: Maren Thomassohn (☎ 02721/136-141) und Alexander Steinhof (☎ 02721/136-142). 

Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Verbraucherzentrale.

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