Bäume vor dem Schredder gerettet: von Düsseldorf ins Fachwerkdorf Kirchveischede

Acht zehnjährige Linden finden ein neues Zuhause

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Acht etwa zehnjährige Linden haben im Fachwerkdorf Kirchveischede einen neuen Standort gefunden.

Seit wenigen Wochen säumen Linden den Verbindungsweg vom Radenberg bis zum Neubaugebiet auf dem ehemaligen Dollen Feld in Kirchveischede. Dahinter steckt eine nicht alltägliche Geschichte, die ein Beispiel für eine Reihe von glücklichen Umständen ist und im Ergebnis dafür sorgt, dass der Weg zwischen Wendemöglichkeit bis zur Gebetsgrotte jetzt durch acht Linden begleitet wird.  

Kirchveischede - Doch der Reihe nach: Ein junger Kirchveischeder erfuhr berufsbedingt von diesen acht haushohen Bäumen, die im Zuge von Bauarbeiten am Rhein in Düsseldorf entfernt werden sollten. Umgehend erreichte diese Meldung den Fachwerkort, verbunden mit der Frage: „Könnt Ihr etwas mit den Bäumen anfangen?“

Jetzt galt es, schnell einige Dinge zu klären, Absprachen zu treffen und vor allem beherzt zu handeln, warteten sonst doch Schredder oder Motorsäge auf die ca. zehn Jahre alten Bäumchen, die nach Schätzung von Experten einen Wert von rund 600 Euro pro Stamm darstellen und sich „in einwandfreiem, tadellosem Zustand“ befinden.

In einer Absprache zwischen den Initiatoren, den Mitarbeitern des Lennestädter Bauhofes, dem Grundstückseigentümer und den Nachbarn sowie den Kirchveischeder Ratsmitgliedern wurden die Standorte festgelegt.

Schnell fiel die Wahl auf den Weg, der als Spazierweg durch die weitere Bebauung des Neubaugebietes und seine sonnige Ausrichtung mit tollem Blick in das Veischedetal bereits jetzt stark frequentiert wird. Notwendiges waren schnell erledigt, die Bäume wurden per Lkw von Köln angeliefert. Ein paar Tage später rückten Mitarbeiter des städtischen Bauhofes an und pflanzten die Linden, deren Ballen etwa 250 kg schwer sind, fachmännisch ein, verzurrten sie und statteten alle Bäume mit einem grünen Wassersack aus, aus dem die Bäume tröpfchenweise das Wasser bekommen. Zwischen den Linden wurde die Erde aufgearbeitet und Wildblumensamen ausgestreut.

Die Initiatoren hoffen nun, dass die Bäume gut anwachsen und ausreichend gewässert werden. Alle wünschen, dass hierdurch eine ökologisch hochwertige Verbindung zwischen Wohnbebauung und Wald entstehen wird. Nicht zuletzt freuen sich die Bienen, für die Familie Ewers hier einen neuen Bienenstand neben seinem Neubau plant, auf den hochwertigen Nektar der Linden. CDU-Ratsfrau Rita Balve-Epe aus Kirchveischede: „Der Weg ist durch die Verlegung eines Stromkabels derzeit schlecht begehbar. Inzwischen liegt die Zusage des Tiefbauamtes der Stadt vor, den Weg mit einer feinen Deckschicht wieder vernünftig herzurichten.“

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