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Ahnenforscher im "Zeitfenster" Oedingen auf Spurensuche

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Von: Artur Seidenstücker

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Die Hobbyforscher bei der Arbeit: Wer Spaß an der Ahnenforschung hat oder es einfach mal ausprobieren möchte, ist im „Zeitfenster“ in Oedingen sehr willkommen © Artur Seidenstücker

Oedingen – Die Errungenschaften des Internet sorgten in vielerlei Hinsicht für einen Quantensprung – auch beim Erstellen eines Stammbaumes oder beim Recherchieren von Verwandtschaftsgraden, Vorfahren und generell bei der Ahnenforschung.

Josef Balkenhol aus Burbecke und Meinolf Haite bieten genau diese Forschungsrichtung im „Zeitfenster Oedingen“ an. Viele Laptops waren zuletzt wieder zwischen Weihnachtsplätzchen und dampfendem Kaffee aufgebaut und Besucher aus nah und fern hatten sich eingefunden, um sich schlau machen zu lassen oder die Strategien zum Auffinden und Suchen zu erkunden. Balkenhol betreibt schon über 20 Jahre Ahnenforschung. Seine Familie konnte er bis 1470 zurückverfolgen. Die Balkenhols beispielweise kamen alle aus Burbecke, Assinghausen, Elleringhausen und von Halbeswig. 

Er hat mittlerweile eine Datei, die mehr als 167.000 Namen umfasst. Überwiegend handelt es sich hier um Menschen aus dem Sauerland. Mit einem Schmunzeln erläutert der Hobbyforscher, dass Hochzeiten meistens zwischen Leuten aus der Region geschlossen wurden. „Dass jemand aus Köln oder einem anderen Landstrich die Ehepartner im Sauerland heiratete, war äußerst selten“, so Josef Balkenhol. 

Josef Balkenhol kennt sich mit den Internetseiten bestens aus, die ihm beim Zusammentragen der Namen helfen könnten. Er kooperiert außerdem mit vielen anderen Ahnenforschern. Des Weiteren ist er in vielen Heimatvereinen Mitglied. In den Arbeitskreis Familienforschung bringt er sich ebenfalls immer wieder ein. Ein Treffen dort findet vierteljährlich statt. Balkenhol und Haite können mit ihren Möglichkeiten daher auch Familienbücher und Ortssippenbücher schreiben.. Monatlich finden die Treffen im „Zeitfenster“ an der Bundesstraße in Oedingen statt. Um 19 Uhr an jedem ersten Dienstag im Monat geht es immer los. Die Räumlichkeiten werden von der Arge Oedingen zur Verfügung gestellt. Wer Spaß an der Ahnenforschung hat, oder es gerne mal ausprobieren möchte, ist hier willkommen. Auf die Rückfrage, wie weit er schon vorgedrungen ist, antwortet er: „Die ältesten Funde kommen aus dem 3. Jahrhundert nach Christus.“ Eben ein tolles Hobby, bei dem die Symbiose zwischen Vergangenem und aktuellen Zeitfragen hervorragend gelungen ist.

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