Frischer Schwung in Elspe

Viel Positives bei der Mitgliederversammlung der ARGE Elspe

Flüchtlingsaktion: Unterstützt durch ein vom städtischen Bauhof zur Verfügung gestelltes Fahrzeug zeigen die mit Schutzkleidung, Handschuhen und Warnwesten ausgestatteten Flüchtlinge, großes Interesse an den Menschen und den Einrichtungen des Ortes.

Elspe. 22 Vertreter aus 11 Vereinen und Institutionen des Ortes waren der Einladung von ARGE-Chef Stefan Schneider gefolgt und trafen sich kürzlich zur Mitgleiderversammlung.

Der Kassenbericht von Thomas Boenigk zeigte, dass die Bewirtung und die Ortspräsentation auf dem vergangenen Stadtfest gutes Geld eingespielt hat. Die ARGE hat dieses nicht ausschließlich für sich behalten, sondern einen Großteil als Dank für die 120 Aktiven an die teilnehmenden Vereine weitergereicht.

Das Gellestatt Open Air war gelungen und gut besucht, so dass es für die ARGE klar war, die Sporker Band Da Capo Desaster auch für 2016 zu engagieren.

Ein Thema, das letztes Jahr nicht nur Anlass großer Sorge, sondern auch ein erhebliches Zuschussgeschäft war, hat dieses Frühjahr eine unerwartet positive Wendung genommen: der Betrieb der Minigolfanlage. 2014 vom damaligen Verkehrsverein übernommen, konnte die ARGE den Spielbetrieb wirtschaftlich nicht darstellen. Lohn- und Unterhaltungskosten überstiegen deutlich die Einnahmen. Auf der Suche nach Alternativen stieß man auf Silas Klein und die Kirchhundemerin Kira Sasse. In Elspe ist man glücklich, zwei mutige Jungunternehmer gefunden zu haben, die mit neuen Ideen frischen Schwung auf den Minigolfplatz bringen wollen.

Mit Blick auf die nahe Fußball-EM äußerten alle Interesse an einem Turnier. Spontan wurde die Ausspielung eines Pokals der örtlichen Vereine für Samstag, 16. Juli, terminiert.

Ein weiteres Highlight neben der Bewirtung und der Ortspräsentation auf dem Stadtfest war die Teilnahme am historischen Umzug in Grevenbrück. Mit personeller Unterstützung aus Trockenbrück war Elspe mit einer sehenswerten Fußgruppe in historischen Gewändern um den Vogt von Elspe, sowie einigen weiteren Zugnummern gut vertreten.

Die operative Ebene der ARGE, der Arbeitskreis Elspe 1000+ hatte seinen Schwerpunkt in den letzten Monaten in der Betreuung der Flüchtlinge. Neben den rund 40 Ehrenamtlichen, die sich unter Koordination von Karin Sopart in vorbildlicher Weise als Paten bei Behördengängen, Arztbesuchen, Einkäufen, Sprach- und Alphabetisierungskursen, somit bei der Bewältigung alltäglicher Probleme des Zusammenlebens um die Integration der zunächst in der ehemaligen Hauptschule untergekommenen Flüchtlinge verdient gemacht haben, hat Arbeitskreis-Vorsitzender Ludwig Schneider mit seinem Team eine kleine aus Flüchtlingen bestehende Arbeitsgruppe gebildet, die schon viele Einsätze insbesondere in der Pflege des Ortes und seiner Einrichtungen hinter sich hat. Unterstützt durch ein vom städtischen Bauhof zur Verfügung gestelltes Fahrzeug zeigen die mit Schutzkleidung, Handschuhen und Warnwesten ausgestatteten Flüchtlinge, großes Interesse an den Menschen und den Einrichtungen des Ortes.

Während derzeit die Flüchtlingszahlen stadtweit rückläufig sind, beherbergt Elspe immer noch 69 Personen, wobei die Notunterkunft in der ehemaligen Hauptschule nach und nach leer gezogen wird, da die Flüchtlinge auf dem freien Wohnungsmarkt vermittelt werden können.

Bei den Vorstandswahlen stellten sich Beisitzerin Christine Kornelius, einzige Frau im Vorstand, und Schriftführer Jochen Biermann erneut zur Wahl und wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Neben der Gegenwartsbetrachtung muss die ARGE auch den Blick in die Zukunft richten. Sie wird sich daher auch den Fragen stellen wie: Wie entwickelt sich das Dorfleben, wie das Vereinsleben, wo stehen wir 2025? Einen Teil der Antworten könnte vielleicht die nächste Bürgerbefragung liefern, die derzeit vorbereitet wird. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels regte Maximilian Ellinger einen Tag der Mitgliederwerbung für die Vereine an. Ähnlich einer Berufsmesse könnten die Vereine sich und ihre Arbeit auf einer „Elsper Vereinsmesse“ präsentieren.

Unter Hinweis, dass dies nicht nur ein Elsper Problem sei, schlug ARGE Vorsitzender Stefan Schneider vor, eine solche Aktivität vielleicht auch durch das Jugendparlament der Stadt Lennestadt steuern zu lassen.

Doch zunächst steht erst noch ein besonderes Jubiläum ins Haus: die ARGE Elspe begeht im Jahre 2018 ihr 50-jähriges Bestehen. Dieses soll zusammen mit den Vereinen und Gewerbetreibenden des Ortes angemessen begangen werden.

Für eine evtl. Feier oder ein Dorffest aus diesem Anlass hat sich sogleich ein Organisationsteam gebildet.

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