Grünes Ausflugziel für die ganze Familie

Nach „Soft-Opening“: Gartencenter Kremer ab 2. Juni komplett geöffnet

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Gruppenbild vor Robinie: Das Ehepaar Birgit und Alexander Kremer mit Ben Winiarczyk, Viertklässler der St.-Agatha-Grundschule, Lehrerinnen und dem Düsseldorfer Team, das für die Gestaltung des Naturgartencenters verantwortlich zeichnet.

Altenhundem – In Rekordzeit errichtete die Familie Kremer ihr neues Naturgartencenter an der B 236 (Lennestraße) in Altenhundem. Nachdem es Anfang April Corona-bedingt nur ein „Soft-Opening mit angezogener Handbremse“ des 5000 Quadratmeter großen Centers gab, wie es Geschäftsführer Alexander Kremer genannt hatte, ist das Center ab Dienstag, 2. Juni, mit allen Bereichen für die Kundschaft geöffnet: Neu hinzu gekommen sind das Gartencafé, das Gartenmuseum mit Kino sowie Naturpfad und Naturspielplatz.

„Wir haben viel Herzblut und viel Leidenschaft in den Neubau gesteckt“, sagen Birgit und Alexander Kremer. Insgesamt investierte das Familienunternehmen rund sechs Millionen Euro in das 6000 Quadratmeter große Center. Mit dem Naturgartencenter am Stammsitz der Traditionsgärtnerei – „Wir sind seit 1905 Gärtner, heute in der vierten Generation“ – hat Kremer die Idee, „ein grünes Ausflugsziel für die ganze Familie zu schaffen, immer mit dem Fokus auf die Natur und Pflanzenwelt“, verwirklicht. 

Beim Vorab-Pressetermin stand auch Thomas Lange im Mittelpunkt. Er hatte am Namenswettbewerb „Unser Café – Dein Name“ in Kooperation mit dem SauerlandKurier teilgenommen und gewonnen hat. Ende letzten Jahres wurden rund 600 Namensvorschläge eingereicht. Eine Zahl, die alle Beteiligten überraschte. Die Auswahl des Namens fiel der dreiköpfigen Jury damals gar nicht leicht.

Gartencenter Kremer: Thomas Lange gewinnt Namenswettbewerb

Der neue Name sollte nicht nur kreativ sein, sondern auch die Idee des Naturgartencenters transportieren. Und so wählte die Jury, bestehend aus Birgit Kremer, Christian Weber (SauerlandKurier-Redakteur) und Prof. Philipp Teufel (Architekt des Naturgartencenters) nach langem Überlegen einstimmig den Namen „Gartencafé“, der insgesamt viermal eingereicht wurde. Thomas Lange, der den Namen als erster vorgeschlagen hatte, darf sich über eine goldene KaffeeBonuskarte, mit der ein Jahr lang gratis Kaffee getrunken werden kann sowie einen Kremer-Gutschein im Wert von 100 Euro freuen. 

Thomas Lange hat den Namenswettbewerb „Unser Café – Deine Name“ in Kooperation mit dem SauerlandKurier gewonnen.

„Der Name Gartencafé klingt zwar simpel, bringt aber unsere Gedanken und Ideen zum Naturgartencenter genau auf den Punkt: Wir möchten ein grünes Ausflugziel schaffen, das uns alle näher an die Natur rücken lässt. Einen Ort, an dem nicht nur geshoppt, sondern auch genossen und viel erlebt werden kann. Wie ein großer Garten, der hinter jeder ,Hecke‘ etwas zu bieten hat“, so Alexander Kremer. 

Gartencenter Kremer: Architektur dem Umfeld angepasst

„Unsere Kunden sollen eher den Eindruck eines Rundgangs, der alle Sinne anspricht, denn eines Shoppings haben“, sagt Kremer. Die Architektur wurde dem Umfeld in der Lennestraße angepasst und stellt eine Achse von der Straße „auf die unverbaubare Aussicht in Richtung Lennaue“ dar, auf sie ist das Gebäude ausgerichtet. Ein Naturspielplatz für kleine Gärtner sowie eine Vogelbeobachtungsstation und ein Naturpfad wurden vor der Kulisse der Lenneaue errichtet, letzterer bietet viele Entdecker- und Mitmachstationen. Das Gartencafé ist grün und bietet den Blick ins Grüne mit Aussicht auf die wunderschöne Lenneaue. Neben Speis‘ und Trank steht eine Natur-Bibliothek zum Stöbern zur Verfügung, ebenso ein – derzeit eingeschränktes – Veranstaltungsprogramm, beispielsweise Fachvorträge zum naturnahen Gärtnern. 

Aus Lego bauten Ben Winiarczyk und seine Mitschüler Gartenmodelle, vorgestellt von Prof. Philipp Teufel.

In der Mitte des Centers ist das Gartenmuseum Lennestadt beheimatet. Auf 300 Quadratmeter zeigt die Dauerausstellung alles Wissenswerte zum Thema Naturgarten von A bis Z: Naturnah in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Garten. Hinter jedem Buchstaben verbirgt sich eine Themeninszenierung mit Mitmachstationen, Exponaten, Produkten und Medien. Ein abstrakter Garten mit Hochbeeten macht das Thema mit allen Sinnen greifbar und erlebbar. „Das Gartenmuseum ist ein Ort der Inspiration und Information und unter anderem eine Plattform für naturnahes und ökologisches Gärtnern im privaten Bereich. Eine Vielzahl von interaktiven Medien und Exponaten lassen die Besucher spielerisch die Idee des Naturgartens erleben“, erläutert dessen Schöpfer Prof. Philipp Teufel, Hochschule Düsseldorf. 

Gartencenter Kremer: Austellung in Zusammenarbeit mit Schülern

Genannt seien ein virtueller Flug in einen Bienenstock mittels VR-Brille (noch nicht möglich), ein Abriss der Gartengeschichte vom alten Ägypten bis heute mit historischen Gartengwerkzeugen, Büchern und Modellen sowie die „Gartengalerie“ mit der Dauerausstellung „Naturgarten A-Z“ sowie Wechselausstellungen. Den Anfang macht die Ausstellung „Natur-Traumgarten“, die in Zusammenarbeit mit Schülern der St.-Agatha-Schule Lennestadt gestaltet wurde. Aus Lego haben sie in wochenlanger Arbeit Modelle ihrer Natur-Traumgärten gestaltet und dabei auf spielerische Art und Weise die wichtigsten Bestandteile eines Naturgartens kennengelernt. Im Gartenkino gibt es Gartenfilme und -trailer sowie Raum für Workshops. 

Der Naturspielplatz hinter dem Center lässt bei Kindern garantiert keine Langeweile aufkommen.

Mag das Museum auch klein sein, so hat es „den mit 5000 Quadratmeter größten Museumsshop der Welt“, schmunzelte Alexander Kremer: Für Garten-, Blumen- und Pflanzenliebhaber gibt es „im Center immer wieder etwas Neues zu entdecken“, erläutert das Ehepaar. Saisonal wechselnde Blumen- und Pflanzensortimente machen rund 70 Prozent des Angebotes aus, präsentiert in ansprechendem Ambiente. Der Gedanke, die ganze Familie anzusprechen, wird auch mit Wohnaccessoires - Küche, Ess- und Wohnzimmer sind Beispiele - sichtbar, auch Neugier und Wissensdurst werden angesprochen: Gartenapotheke, eine Insektenstation, Leseecke und weitere Möglichkeiten, seine „grünen“ Kenntnisse zu erweitern, machen das Center aus.

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