Arbeitskreis Radverkehr bekommt Verstärkung

CDU und Grüne stellen Mitglieder vor

Arbeitskreis Radverkehr Lennestadt
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Der Arbeitskreis Radverkehr wird mit Mitgliedern aus den Fraktionen erweitert.

CDU und Grüne haben ihre Vertreter für den neuen Arbeitskreis Radverkehr nominiert. 

Lennestadt - Für die CDU-Fraktion ist dies Bernward Puspas, Ratsverteter aus Halberbracht, als Stellvertreterin Rita Balve-Epe aus Kirchveischede. Für die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen gehen Thomas Griese und als Stellvertreter Daniel Griese an den Start.

Bernward Puspas: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Hier kann ich mein Hobby, das Fahrradfahren, optimal einbringen. Aufgrund der fortschreitenden Fahrradtechnik und neuer Nutzergruppen beim Radfahren sollten wir es wagen, Radverkehr in Lennestadt neu zu denken. Dies auch oder aufgrund der knapper werdenden Ressourcen. Muss es immer der asphaltierte, gut ausgebaute Radweg sein, oder tut es auch mal eine abgespeckte Alternative? Solche und ähnliche Fragestellungen werden uns beschäftigen. Touristische und landschaftliche Attraktionen, von denen es jede Menge in Lennestadt zu entdecken gibt, sollten für Gäste und Einheimische mit dem Rad erreichbar sein.“

Die Aufgaben, mit denen sich nach dem Willen der Politik der Arbeitskreis beschäftigen soll, drehen sich rund um das Fahrrad. Aktuell geht es um die Aufarbeitung der vorliegenden Anträge der Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Grüne. Bernward Puspas: „Alle Vorschläge und Anregungen müssen auf ihre Realisierbarkeit geprüft werden. Hierbei wird es zum Teil erforderlich sein, mit anderen Behörden wie zum Beispiel Nachbarkommunen, Kreis, Landesbetrieb Straßen NRW Lösungsvorschläge zu erarbeiten.“

„Für die CDU-Fraktion Lennestadt steht die Situation des Radverkehrs seit Jahren ganz oben auf der Agenda“, ergänzt Rita Balve-Epe (Mitglied im Fraktionsvorstand und engagierte Radlerin): „Das Rad wird auch im Sauerland eine wichtigere Rolle übernehmen. Dank der E-Bikes und einer gut ausgebauten Infrastruktur steigt die Zahl der Nutzer. Das tut der Gesundheit und dem Klima gut.“

Den Christdemokraten geht es darum, die Voraussetzungen für den Radverkehr zu verbessern. Bernward Puspas: „Machen wir uns nichts vor: das Fahrrad wird in einer Mittelgebirgslandschaft wie bei uns nicht Auto, Bahn oder Bus komplett ersetzen, wenn es um Einkaufen, Arbeiten oder zum Beispiel Arztbesuche geht. Wir wollen für eine gute Balance sorgen.“ Um möglichst alle an dem Thema Interessierten einzubinden und Vorschläge zu berücksichtigen, bitten die Christdemokraten sich mit Anregungen an die Ratsfraktion der CDU Lennestadt zu wenden.

Die Grünen-Fraktion nominiert Thomas Griese als Mitglied und Daniel Griese als dessen Stellvertreter für den Arbeitskreis Radverkehr. Die beiden Elsper hatten im vergangenen Herbst eine 120-seitige Bestandsaufnahme des Lennestädter Radwegenetzes erstellt. Gespickt mit 90 großen und kleinen Verbesserungsvorschlägen übergaben sie diese im Dezember an den Bürgermeister. Daraufhin rief die Verwaltung den Arbeitskreis Radverkehr ins Leben, der nun auf Beschluss des Stadtentwicklung-, Umwelt- und Klimaausschusses mit Vertretern der politischen Parteien ergänzt werden soll.

Thomas Griese ist Bauingenieur und seit Jahrzehnten passionierter Radfahrer. Touristisch, aber vor allem auch im Alltag nutzt er das Rad zu allen Anlässen. Sein Sohn Daniel tritt dabei in seine Fußpedalen. Seit mehreren Jahren zum Beispiel begleitet er Jugendmannschaften des SSV Elspe auf dem Fahrrad zu ihren Spielen. So sind ihm die Radwege nicht nur in Lennestadt, sondern im ganzen Kreisgebiet vertraut. Beide freuen sich darauf, Verbesserungen für alle Lennestädter und ihre touristischen Gäste zu erreichen. „Um das Fahrrad im Alltag gut als Verkehrsmittel nutzen zu können, sind Radwege nach dem Motto „schnell, flach, sicher“ unser Ziel. Aber dank des E-Bike-Booms können nun auch die Höhenlagen wunderbar miteingebunden werden“, sagt Thoma Griese.

In den vergangenen Jahrzehnten sei die Verkehrspolitik auf den motorisierten Individualverkehr ausgerichtet und habe Autos Vorrang eingeräumt. „Doch durch das neue LandesRadGesetz und das Fahrradgesetz des Bundes ändert sich das: Das Rad soll gleichrangig zu allen anderen Verkehrsmitteln betrachtet werden. Dieses Potential will der Arbeitskreis nun nutzen“, so die Grünen.

Weiteren Rückenwind für eine verstärkte Nutzung von Rad und ÖPNV gebe auch ein neues Urteil des Bundesverfassungsgerichts: „Klimaschutz und die Reduktion der Emissionen müssen schneller und generationengerechter umgesetzt werden. Und wenn wir in der Stadt Lennestadt auch im Verkehr einen kleinen Beitrag dazu leisten können, sind wir gern dabei“, so Daniel Griese.

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