Die Ausbeutung des Mammuts

In den vergangenen Jahren hat sich der in Grevenbrück aufgewachsene Archäozoologe Dr. Lutz Kindler intensiv mit den Funden aus der Balver Höhle auseinandergesetzt und völlig neue Einsichten in die Überlebensstrategien der Neandertaler gewinnen können.

Auf Einladung des Heimat- und Verkehrsvereins Grevenbrück spricht Dr. Kindler am Freitag, 30. Oktober, um 19 Uhr im Haus Boerger über die Evolution, das Leben und die Kultur der Neandertaler sowie über die Bedeutung der Höhlenbärenjagd und die Ausbeutung von Mammuts in der Balver Höhle.

Der Neandertaler ist wohl die bekannteste Menschenform des Eiszeitalters. Fast eine halbe Million Jahre lang bevölkerten sie den europäischen Kontinent, bevor sie mit dem Einwandern moderner Menschen schließlich ausstarben.

Forschungstradition im Sauerland

Hinterlassenschaften der Neandertaler, ihre Steinartefakte zusammen mit Resten eiszeitlicher Tiere finden sich regelmäßig in den Sedimentfüllungen der sauerländischen Höhlen, so dass diese schon seit über 100 Jahren intensiv erforscht werden.

Wie kaum eine andere Region in Deutschland kann das Sauerland auf eine lange Forschungstradition zurückblicken, die bis in die Pionierzeit der modernen Archäologie zurückblicken kann.

Der Archäozoologe Dr. Lutz Kindler, wohnhaft in Köln, geboren 1974, ist ein Sohn des Grevenbrücker Fahrlehrers Siegfried Kindler und seiner Ehefrau Doris.

Nach seinem Studium an der Universität in Köln promovierte er 2008 mit "magna cum laude" zum Dr. phil. an der Universität Mainz über das Faunenmaterial der Balver Höhle.

Er arbeitet zurzeit im Forschungsbereich Altsteinzeit des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz auf Schloss Monrepos in Neuwied und hat einen Lehrauftrag an der Universität Mainz.

Zahlreiche Forschungsreisen führten Dr. Lutz Kindler durch die ganze Welt.

Auf diesen außergewöhnlichen Lichtbildervortrag von Dr. Lutz Kindler kann man gespannt sein, da es auch in der heimischen Region etliche Höhlen gibt, die sich mit der Balver Höhle in etwa vergleichen können.

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