Weg frei für „Alter(n)sgerechtes Wohnen“ in Saalhausen

Ausschuss gibt „Grünes Licht“ für Bauvorhaben der Volksbank Bigge-Lenne

So soll es künftig aussehen, das Wohnprojekt „Alter(n)sgerechtes Wohnen“ der Volksbank Bigge-Lenne in Saalhausen. 

Saalhausen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen hat grünes Licht für das Projekt „Alter(n)sgerechtes Wohnen“ der Volksbank Bigge-Lenne in Saalhausen gegeben. Das formelle Planverfahren kann somit beginnen. Die geplanten 60 „Servicewohnen“-Einheiten, 18 Plätze in Wohngemeinschaften und weitere 18 vollstationäre Pflegeplätze sollen im Jahr 2020 bezugsfähig sein. Laut Volksbank gebe es bereits „eine lange Liste mit Vormerkungen“.

Wolfgang Hilleke, Projektmanager der Volksbank, zeigte den Ausschuss-Migliedern in einer Präsentation, dass man die seit der Bekanntgabe des Projektes vor einem Jahr aufgenommenen Bedenken und Sorgen der Dorfbewohner und Vereine Saalhausens aufgenommen habe. So habe man bereits umfassende Schalluntersuchungen hinsichtlich der Nutzungen des Kur- und Bürgerhauses, des Naturerlebnisbades und nicht zuletzt während des letztjährigen Schützenfestes durchgeführt.

Bedenken der Bürger in Planungen einbezogen

„Die Einrichtung wurde in den sich durch die schalltechnischen Untersuchungen ergebenden Flächenkorridor geplant“, erläuterte Hilleke. „Die heutigen Nutzungen des Kur- und Bürgerhauses, der Sportanlagen sowie des Freizeitbades sind durch diese angepasste Planung auch zukünftig ohne Einschränkung möglich.“

Auch das durch die Wohnanlage ausgelöste zusätzliche Verkehrsaufkommen bewege sich auf niedrigem Niveau und habe deshalb keine nennenswerten Auswirkungen auf die heutige Verkehrssituation. Im Durchschnitt könne man von 90 Pkw-Bewegungen täglich ausgehen, also tagsüber rund acht Autos in der Stunde.

Zugleich räumte Hilleke Bedenken hinsichtlich der Parkplatzsituation rund um das Kur- und Bürgerhaus aus. „Die Anbindungsstraße wird in das von Seiten der Stadt bereits geplante Parkplatzkonzept integriert, sodass die Anzahl der öffentlichen Stellplätze unverändert bleibt“. Darüber hinaus würden 60 neue Parkplätze auf dem Gelände der Einrichtung geschaffen, sodass die öffentlichen Stellplätze nicht durch das Wohngut Saalhausen belastet werden.

Zum Schluss seiner Ausführungen machte Hilleke deutlich, dass das Wohnangebot der Senioreneinrichtung auch handfeste wirtschaftliche Vorteile für Saalhausen mit sich bringe.

Neue Arbeitsplätze und Kaufkraft im Ort

„Unsere Einrichtung schafft 60 neue Arbeitsplätze und bringt zusätzliche Kaufkraft durch Bewohner, Besucher und Mitarbeiter in den Ort. Zudem werden wir die Zusammenarbeit mit lokal ansässigen Händlern, Handwerkern und Dienstleistern suchen, wie zum Beispiel für die täglich frischen Brötchen, den Nachmittagskuchen oder die Blumendekorationen“.

In der anschließenden Diskussion der Politiker wurde die Vorarbeit des Projektträgers gelobt und das Vorhaben einhellig begrüßt. Der Aufstellungsbeschuss zur Einleitung des förmlichen Verfahrens wurde somit einstimmig gefasst. Man war sich im Gremium allerdings auch einig, dass die verkehrlichen Auswirkungen des touristischen Erfolgs von „TalVital“ seitens der Stadt noch intensiver angegangen werden müssen.

Volksbank-Vorstandsmitglied Michael Griese zeigt sich über den Zuspruch aus Politik und Verwaltung hoch erfreut. „Mit Alter(n)sgerechtes Wohnen wollen wir, in Ergänzung zu bereits bestehenden Seniorenresidenzen, unsere Idee eines sorgenfreien Lebens verwirklichen.“ Volksbank und „WohnGut“ haben dafür eine gemeinsame Betreibergesellschaft gegründet. Mit ihrem Marktangebot auf höchstem Niveau richte sich diese an Menschen in der Region, die mittendrin und ganz bewusst am Saalhauser Ortsgeschehen teilhaben möchten und sich dennoch für den Pflegefall abgesichert und versorgt wissen wollen. Griese weiter: „Wir haben das Umfeld genauestens analysiert und sind überzeugt, dass Infrastruktur und sozialer Rahmen geradezu ideale Voraussetzungen bieten, um unsere Philosophie des ‚Alter(n)sgerechten Wohnens‘ Wirklichkeit werden zu lassen“.

„Keine Konkurrenz zu anderen“

Eine Konkurrenzsituation zu bestehenden Wohn- und Pflegeeinrichtungen wird seitens Volksbank und „WohnGut“ aufgrund des besonderen Konzeptes nicht gesehen. Michael Korn, Geschäftsführer von „WohnGut“ dazu: „Wir bieten individuelles und bequemes Wohnen in einem behaglichen und sicheren Umfeld mit vielseitigen ergänzenden Dienstleistungsangeboten. Dies gibt die Gewissheit, jederzeit vor Ort die gewünschte Unterstützung und Hilfe zu bekommen. Öffentliche Begegnungsräume, wie zum Beispiel das Café und großzügige Aufenthaltsbereiche innen wie außen, bieten vielfältige Möglichkeiten für soziale Kontakte.“

Im Fall einer Pflegebedürftigkeit stehen die hauseigenen ambulanten Pflegeangebote zur Wahl, und zwar über alle Pflegegrade. Dies sichere den Verbleib in den eigenen vier Wänden. Im Falle einer stationären Pflegebedürftigkeit sei lediglich ein Wechsel in den integrierten Bereich „Pflegewohnen“ innerhalb der Einrichtung notwendig.

Info: Am 13. März wird das Vorhaben um 18.30 Uhr im Saalhauser Kur- und Bürgerhaus der Bevölkerung vorgestellt.

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