Aussichtsplattform an der Peperburg

Zahlreiche Grevenbrücker und der Vorstand der ARGE 2015 nahmen an der Ortsbegehung teil.

"Bis zum Jubiläum muss sich auch bezüglich des Erscheinungsbildes unseres Ortes noch einiges tun. Hier ist auch die Stadt in der Pflicht", forderte der Vorsitzende der "ARGE 2015 – 875 Jahre Grevenbrück", als er Bürgermeister Stefan Hundt vor dem Grevenbrücker Bahnhof zum gemeinsamen Ortstermin mit dem Vorstand begrüßte.

"Auch wenn bis zum Jubiläum noch zwei Jahre vergehen, müssen frühzeitig die Weichen gestellt werden", so Torsten-Eric Sendler.

Bürgermeister Stefan Hundt begrüßte zu Beginn explizit die Gründung der ARGE und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Stadt in dem neuen Verein auch über das eigentliche Jubiläumsjahr hinaus künftig einen Ansprechpartner für die dörflichen Belange am Fuße der Peperburg hat.

Während des Dorfrundgangs erläuterte Hundt die Pläne für den Grevenbrücker Bahnhof, nachdem der Traum von einem Weihnachtsmuseum jäh geplatzt war. Die Kombination aus Gastronomie und einem Museum rund um die Geschichte der Ruhr-Sieg-Strecke sei ein Garant dafür, dass sich künftig das Bahnhofsumfeld dynamisch entwickle. Über die einzelnen Entwurfsstadien werde man die Bevölkerung auf dem Laufenden halten.

Im Mittelpunkt des Interesses steht während des Jubiläumsjahres auch die Peperburg als Wiege des Ortes. Im Rahmen der Regionale soll hier bis zum Jubiläumsjahr eine Aussichtsplattform nebst Informationseinrichtungen entstehen.

Als weiterer Punkt stand die Johannesbrücke auf der Agenda. Diese soll im Jahr 2014 renoviert werden, der Vorstand der ARGE verwies darauf, dass der historische Charakter des ortsbildprägenden Bauwerkes auf jeden Fall erhalten und auch durch den Anbau einer zusätzlichen Brücke für den Fuß- und Fahrradweg nicht verfälscht werden dürfe. Wichtig ist der ARGE auch, dass der heilige Johannes Nepomuk nach seiner Versetzung im Rahmen der Baumaßnahme kein Schattendasein als Randfigur führt.

Auch das alte Amtsgericht war Thema – dieses soll demnächst auf einer Internetplattform zum Verkauf angeboten werden. Hundt: "Wir haben vorsorglich dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb in Soest einen symbolischen Betrag für den Fall geboten, dass sich kein Käufer finden sollte."

Ein weiteres Ärgernis ist die Ortsdurchfahrt der B 55 für die Grevenbrücker Bevölkerung. Das Gesamtbild ist mehr als bescheiden, die Bürgersteige sind marode und bröckeln vor sich hin. Hier will sich Bürgermeister Hundt beim Landesbetrieb Straßenbau NRW für eine mittelfristige Sanierung stark machen, die dann auch das Ziel eines angenehmeren Gesamtbildes nebst Durchgrünung wie in Elspe oder Langenei/Kickenbach hat. Im Vorgriff auf diese Maßnahme sollen noch im laufenden Jahr zwei Fußgängerüberwege im Bereich Kaufpark und Einmündung K7/Druckerei Greitemann angelegt werden.

Ehrgeizige Pläne hat die ARGE für den Foerder Platz – dieser soll in Zukunft aufgewertet und als Kristallisationspunkt des Ortes in den Mittelpunkt gerückt werden. Der Bau eines offenen Pavillons wurde genauso diskutiert, wie die Aufstellung eines Maibaumes ab dem Jahr 2014.

Weitere Themen bildeten die rostigen Geländer im Dorf sowie die ortsbildprägende Natursteinmauer an der Veischede, die teilweise in sich zusammenfällt. Auch hier versprach der Bürgermeister kurzfristige Abhilfe.

"Die ARGE", so der Vorstand zum Abschluss des Ortstermins, "möchte gemeinsam mit der Bevölkerung und den heimischen Vereinen sowie den Gewerbetreibenden die weitere Entwicklung von Grevenbrück aktiv begleiten. Nur durch ein aktives Dorfmarketing kann man vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung dafür sorgen, dass der Ort auch für zukünftige Generationen attraktiv bleibt. Um das zu gewährleisten, sind wir jedoch darauf angewiesen, dass sich die Bevölkerung aktiv in diesen Prozess einbringt."

Und deshalb lädt die ARGE auch alle Bürger zu ihrer Jahreshauptversammlung am kommenden Freitag, 1. Februar, ab 19 Uhr in die Räume der Gaststätte "Zum alten Amtsgericht" (Häuser) ein.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wird nicht nur über die weitere Ortsentwicklung diskutiert werden, sondern auch ein erster Überblick über den Ablauf des Jubiläumsjahres geboten.

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