Bahnhof der Sieben Todsünden

Michael Nathen, Rolf Kluge, Margret Berghoff, Fabian Feldhaus und David Löher (v.li.) sehen im Rohbau des frisch restaurierten alten Grevenbrücker Bahnhofs ein ideales Ambiente für die Kultur. Foto: Achim Gandras

Der Künstlerbund Südsauerland wird vom 8. bis zum 25. Mai unter dem Titel "Die Sieben Todsünden" eine Werkschau mit 40 Exponaten im alten Bahnhof von Grevenbrück ausstellen. Außerdem wird im Saal des Gebäudes am Freitag, 16. Mai, ein großes Chorkonzert gegeben.

Die Renovierungsarbeiten am alten Bahnhof sind bereits ein gutes Stück voran gekommen. Momentan präsentiert sich das komplett mit Werkstein errichtete Gebäude aus dem 19. Jahrhundert von außen bereits wieder in seiner alten Pracht. Innen jedoch findet man einen Rohbau, dessen hohe, zur Zeit noch unverputzten Raumfolgen mit ihren spitzbögigen Tudor-Fenstern ein ganz besonderes Ambiente erzeugen, das in seiner Nüchternheit als Podium für eine Ausstellung wie geschaffen erscheint.

Mit dem Umzug der Grevenbrücker Justiz in das neue Amtsgericht war die Idee geboren worden, sich künstlerisch mit dem ursprünglichen Initial für die Rechtsprechung auseinander zu setzen: mit der Sünde.

Vernissage am 8. Mai um 18 Uhr

13 heimische Künstler trafen sich regelmäßig, um sich mit dem Hochmut, der Habgier, mit Völlerei, Neid, Wollust, mit Zorn und Trägheit zu befassen.

40 Werke werden nun ausgestellt, darunter neben Malerei auch einige Objekte.

Margret Berghoff, Erste Vorsitzende des Künstlerbundes Südsauerland, deutete in einem Pressegespräch am Freitag vor Ort an, dass diese aus dem Mittelalter überlieferten sieben Todsünden sich für alle beteiligten Künstler zu einer sehr persönlichen Konfrontation entwickelt hätten. Da dürfte es Einiges bei diesem menschlichen Urthema zu entdecken geben.

Zur Vernissage am Donnerstag, 8. Mai, spricht Beate Schmies, Leiterin des WDR-Studios in Siegen, musikalisch begleitet wird die Eröffnung von Rolf Kluge und Lui Zimmermann.

Am 16. Mai wird zudem der große Saal im alten Bahnhof für ein Chorkonzert mit über 150 Teilnehmern genutzt werden. Schirmherr der Veranstaltung wird Lennestadts Bürgermeister Alfons Heimes sein.

Ab 19. 30 Uhr tritt der Männerchor "Gaudium" auf, die Grevenbrücker Chorjugend, die Frauenchöre "Cantiamo" und "Aviva", sowie der gemischte Chor "Lira", der aus der polnischen Partnerstadt Otwock anreisen wird. Der SauerlandKurier wird zeitnah noch ausführlich darüber berichten.

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