Barrierefreier Wanderweg

Die Werkstatträte testeten gemeinsam mit Landrat Frank Beckehoff (ganz rechts), dem Behindertenbeauftragten und dem Projektleiter den neuen Pfad.

Mitglieder der Werkstatträte der Behindertenwerkstätten in Attendorn und Meggen unterzogen jetzt den neuen barrierefreien Naturerlebnispfad an der Hohen Bracht einem ersten Praxistest.

Gemeinsam mit Landrat Frank Beckehoff, dem Behindertenbeauftragten des Kreises, Friedhelm Hoffmann, und dem Projektverantwortlichen beim Naturpark Ebbegebirge, Antonius Klein, machte sich die Gruppe auf die etwa einen Kilometer lange Strecke rund um den Aussichtsturm.

Der mit finanzieller Unterstützung der NRW-Stiftung angelegte Weg hat auf der gesamten Länge ein Gefälle von weniger als sechs Prozent und enthält in regelmäßigen Abständen Ausweich- und Ruhemöglichkeiten. Sein Verlauf orientiert sich an den unterschiedlichen Naturerlebnismöglichkeiten im Gelände. So führt er beispielsweise an den aufgestellten Gesteinsblöcken vorbei, welche die erdgeschichtliche Vergangenheit des Kreises Olpe dokumentieren. Ferner bietet er attraktive Ausblicke mit typischen Waldbildern der Region wie Niederwald oder von Kyrill zerstörten Nadelwald.

Die Teilnehmer waren angetan von dem neuen Naturerlebnispfad. Besonders wichtig war natürlich das Urteil der Rollstuhlfahrer Helmut Weiß, Alex Babij und Andre Hoberg. "Der Weg ist gut zu fahren", stellten die Drei einmütig fest, "wenn auch", wie Andre Hoberg ergänzte, "das letzte kurze Teilstück wegen der Steigung in die Arme geht."

Landrat Frank Beckehoff freute sich über die Bereitschaft der Werkstatträte, diesen Probelauf mitzumachen. "Wir sind froh für die wertvollen Hinweise der Praktiker. Bis zur Einweihung im kommenden Jahr werden wir davon noch Manches umsetzen." Als Dankeschön lud der Landrat zu einer Erfrischung ins Turmrestaurant ein, das ebenfalls barrierefrei erreichbar ist.

Bis zur Einweihungsfeier werden dann auch die noch fehlenden Hinweistafeln angebracht und ein Informationsflyer aufgelegt sein. Doch schon jetzt, beispielsweise an schönen Herbsttagen, lädt der neue Pfad zu Naturerlebnissen für Alle ein.

Radfahrer, Reiter, Nordic-Walker und Skilangläufer, denen an der Hohen Bracht eine Vielzahl anderer Wege zur Verfügung stehen, werden jedoch gebeten, diesen Pfad nicht zu nutzen.

Da barrierefreie Wege in derart reizvoller Umgebung rar sind und besonderer Pflege bedürfen, sollten sie ausschließlich Rollstuhlfahrern und Fußgängern vorbehalten bleiben.

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