"Beispielhafte Schule"

Professor Dr. Josef Sayer (3. v.r.) wird von Ansgar Kaufmann begrüßt. Über den Besuch des Hauptgeschäftsführers und Vorstandsvorsitzenden des Bischöflichen Hilfswerkes MISEREOR und des Mitarbeiters Johannes Schaaf (2.v.lks.) freuen sich auch die Lehrer Andreas Stein (lks.) und Werner Liesmann (r.) sowie Pater Johannes Nies. Foto: Dieter Dörrenbach

(dd)

Hohen Besuch hatte jetzt das Gymnasium "Maria Königin" in Altenhundem.

Der Hauptgeschäftsführer des bischöflichen Hilfswerkes MISEREOR, Professor Dr. Josef Sayer, besuchte die Schule, um sich einmal persönlich für die Hungertuchwallfahrten in den Jahren 2007 in Paderborn, 2009 in Stuttgart und in diesem Jahr in Regensburg zu bedanken.

Nach einem Gespräch mit interessierten Schüler/innen über das Projekt Servir, Eine-Welt-Laden und mit Teilnehmern der Hungertuch-Wallfahrten wurde der 69-jährige Professor, der Ende dieses Jahres aus einem Amt ausscheidet, im Lehrerzimmer begrüßt.

Am anschließenden Pressegespräch nahmen neben Prof. Sayer, MISEREOR-Mitarbeiter Johannes Schaaf, Pater Johannes Nies, sowie die Lehrer Werner Liesmann, Andreas Stein und Ansgar Kaufmann teil, der zunächst über die Aktivitäten seiner Schule informierte. So erfolgt die Teilnahme an Hungertuchwallfahrten alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Katholikentag. "Wir haben dabei tolle Erfahrungen gemacht und es sind viele Kontakte entstanden." Pater Nies lobte die sinnvolle Arbeit von Misereor und den pädagogischen Effekt.

Der Geistliche sprach seine volle Anerkennung aus. Professor Sayer lobte das nunmehr 25-jährige Projekt "Servir" der Klosterschule und interessierte sich für die vielen Fotos an den Wänden, "die mich sehr beeindruckt haben". Die Exkursionen, so der Professor, seien prägend für das ganze Leben und gerade in Stuttgart habe man 2009 erfahren können, dass "Glaube und Leben zusammen kommen". Die Schülerwallfahrten getreu dem Motto "Mach Dich auf den Weg" seien einfach toll und Beispiele für die Erwachsenen. Sorgen bereiten dem Vorstandsvorsitzenden des Bischöflichen Hilfswerks MISEREOR die Elendsviertel und Slums, wo eine Milliarde Menschen hungern. "Hier muss man zukünftig die Hebel ansetzen."

Interessant waren auch die Ausführungen über die vielfältigen Tätigkeiten von MISEREOR, das viele Projekte begleitet und mit weltweit 2.500 Partner-Organisationen zusammen arbeitet. Zu den großen Katastrophen sagte Professor Sayer, dass die Kirche immer da sei, wenn der Staat nicht mehr eingreifen kann. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung sei konstant geblieben und die Lehrpersonen müssten den Schülern das Bewusstsein für eine gerechtere Welt vermitteln und weiter geben. "Beispielhaft ist Ihre Schule, die seit 25 Jahren erfolgreich diesen Weg geht", so der ehemalige Priester. Derzeit fördert MISEREOR weltweit über 3.500 Projekte mit einer Gesamtsumme von 564 Millionen Euro.

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