Ein beispielhaftes Projekt

Alexander Tremper, Karl-Josef Simon, Carina Tremper und Christa Simon (v.l.) bei der Spendenübergabe im Eingangsbereich des Kaufparks in Elspe. Foto: Artur Seidenstücker

Bereits seit 15 Jahren engagiert sich das Ehepaar Christa und Karl-Josef Simon in Indien. Durch den damaligen Einsatz von Ordensschwestern aus dem fernen Land im Seniorenheim Elspe ist der Kontakt entstanden. Das sympathische Ehepaar fliegt jedes Jahr im Januar dorthin und erkundigt sich vor Ort nach dem Stand der Dinge.

Insgesamt stemmen die beiden drei Projekte: So werden Patenschaften für Kinder vermittelt. Die so genannten Dalits in Tamil/Nadu gelten als die "Unberührbaren" – die Kastenlosen – und werden von der Gesellschaft gemieden. Für 20 Euro im Monat erhält ein Kind eine Schulbildung, medizinische Versorgung, Kleidung, Nahrung, Unterkunft sowie Hilfe für die Familie. Wer Interesse hat und die Menschen vor Ort unterstützen möchte, kann sich bei den Simons melden (Tel.: 02721/3560).

Außerdem laufen noch zwei weitere Projekte: Ebenfalls in Tamil Nadu sind eine ambulante Krankenstation und Schulungsräume für Frauen, Kinder und Jugendliche errichtet worden.

Insgesamt 5000 Menschen in 19 Dörfern profitieren von den zwei durch die Indienhilfe finanzierten Häusern. Dies sind die Joseph Simon Hall und das Joseph Simon Building. Das dritte Projekt befindet sich in Vadanallur, südlich von Madras. Hier wurde im Jahr 2012 eine Klinik eingeweiht. 13.000 Menschen in einem Einzugsgebiet von 24 Dörfern können diese Einrichtung nutzen.

Jedoch werden weiter dringend Spenden für die Projekte benötigt. Ärzte, Krankenschwestern, Medikamente sowie medizinische Gerätschaften und Einrichtungen müssen finanziert werden. "Ein dringend benötigter Inverter (Notstromaggregat) wird nun angeschafft, damit die kontinuierliche Stromversorgung gewährleistet ist", so Christa Simon. "Die Stromversorgung ist an einem Tag nur für etwa acht Stunden gesichert, die Medikamente zum Beispiel müssen jedoch weiter kühl gehalten werden und verderben bei einer Unterbrechung der Kühlkette." Das engagierte Paar arbeitet mit dem Orden "Daughters of Mary" zusammen. Alle Maßnahmen werden von den Schwestern in Indien betreut.

Sämtliche Nebenkosten bezahlen die Simons übrigens aus ihrer eigenen Tasche. Spendengelder fließen direkt in die Indienhilfe. Auch das Prospektmaterial und das komplette Marketing finanziert das Ehepaar privat.

Wer sich weiter informieren möchte, kann sich im Eingangsbereich des Kaufparks in Elspe schlau machen und vielleicht ein Scherflein erübrigen und sich somit für die Indienhilfe engagieren. So wie die Geschwister Alexander und Carina Tremper, die beim Weihnachtsmarkt in Elspe durch den Verkauf von Plätzchen und selbst hergestellter Marmelade einen Spendenbetrag erwirtschaftet haben.

Bereits seit sieben Jahren engagieren sich die beiden für soziale Aufgaben, und das Geld kommt den Simons wiederum zugute für ihre Aufgaben im fernen Osten. Im Januar 2013 überzeugt das Ehepaar sich vor Ort vom Stand der Hilfsmaßnahmen.

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