Workshop soll zum Aktivwerden motivieren

Bergbau – Macht – Theater

Zum gemeinsamen Schlussapplaus bedankten sich die teilnehmenden Schüler mit einer selbstgestalteten Dankkarte bei den Theatermachern. Foto: Inge Schleining

Meggen. Theater einmal anders, die Grenzen zwischen Publikum und Bühne verschieben und das Publikum in das Theaterstück miteinbeziehen, mit einem neuen Projekt sorgte die Anne-Frank-Schule Meggen bei ihren Schülern für Begeisterung.

Seit über dreißig Jahren ist die Anne-Frank-Schule partnerschaftlich mit Mosambik verbunden, zusammen mit dem Koordinierungskreis Mosambik konnte man den Schülern und Schülerinnen der sechsten Klasse jetzt ein außergewöhnliches Theaterprojekt anbieten. Dabei sind auch Schüler der Kaiser-Otto-Schule Elspe, wenn ihre Schule im nächsten Jahr geschlossen wird, wechseln sie nach Meggen und haben so schon einmal Gelegenheit, die künftigen Mitschüler kennenzulernen.

Mit Theaterpädagogen aus Deutschland und aus Mosambik konnten sie ein spannendes Thema bearbeiten. Die Schüler spielten kleine Szenen auf der Bühne, in Mosambik werden sie als Bauern von ihrem Land vertrieben, damit die großen Kohlevorkommen abgebaut werden können. Ein Rohstoff, benötigt für die Handyherstellung in Europa. Sie werden als Arbeiter ausgenutzt, in Deutschland interessiert sich niemand wirklich dafür.

Zwischen den einzelnen Spielszenen geht Theaterpädagoge Harald Hahn ins Publikum, fragt „Was habt ihr gesehen?“ Die anfängliche Scheu zu antworten legt sich schnell und gemeinsam können Probleme analysiert und Lösungsmöglichkeiten gefunden werden.

Ein anderer Umgang mit Rohstoffen, weg von der Wegwerfgesellschaft, die Schüler begreifen, worum es geht. Der Mensch steht im Mittelpunkt und nicht sein Aussehen, seine Kleidung oder welche Hautfarbe er hat.

Alvim Cossa zeigt, wie Theater in Mosambik funktioniert, lässt sein Publikum zwischen den Szenen aufstehen und „Energie für die Szene“ sammeln und zum Schluss singen alle gemeinsam ein Bergarbeiterlied aus Mosambik.

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