"Berlin Alexanderplatz"

Mit 'Berlin Alexanderplatz' wird das erste deutsche großstadt-Theaterstück von literarischem Rang aufgeführt. Foto: Tournee Theater Greve

Die Geschichte vom Franz Biberkopf von Alfred Döblin mit Peter Rauch, Nele Hollinderbäumer, Karin Kiurina, Uwe Michael Wiebking, Reinhard Horras, Rimbert Spielvogel, Ingrid Richter u.a. wird in einer Inszenierung von Manfred H. Greve am 27. Oktober um 20 Uhr im P.Z. Meggen aufgeführt.

Der ehemalige Transportarbeiter Franz Biberkopf hat wegen der Ermordung seiner Geliebten eine vierjährige Haftstrafe verbüßt. Nach der Entlassung aus dem Zuchthaus will er ein anständiges Leben führen. Seine Ansprüche sind nicht übertrieben: eine Frau, die er lieben kann, und eine richtige Arbeit.

Aber es wird für ihn nicht einfach sein, das weiß er. Als er das Gefängnistor hinter sich hat und sich in das Gewühl des Alexanderplatzes stürzen will, lauten seine ersten Worte: "Freiheit — die Strafe beginnt".

Er findet sich jedoch im Moloch der Großstadt nicht zurecht; seine wiederholten Anstrengungen, sich einzugliedern und einer ordentlichen Arbeit nachzugehen, scheitern. Er wird menschlich enttäuscht, gerät in kriminelle Kreise und lässt sich auf ein Kräftemessen mit dem Ganoven Reinhold, Mitglied einer Verbrecherbande, ein. Bei einer Diebestour stößt dieser ihn aus dem fahrenden Auto; Franz wird zum Invaliden. Wild entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen, sucht er erneut die Konfrontation mit Reinhold und prahlt mit seiner Braut Mieze. Reinhold versucht daraufhin, die junge Frau für sich zu gewinnen. Als ihm dies nicht gelingt, bringt er sie um.

Franz Biberkopf erkennt seine Mitschuld, bricht zusammen, wird unter Mordverdacht verhaftet und in die Irrenanstalt eingeliefert. Der kleine Mann scheitert an der großen Stadt. Im Angesicht des Todes vergegenwärtigt er sich seinen Unheil bringenden Hochmut und legt seine alte Persönlichkeitsstruktur ab. Nach Freispruch und Entlassung stellt er sich, zum ersten Mal bewusst, dem Leben.

"Berlin Alexanderplatz" ist das erste deutsche Großstadt-Theaterstück von literarischem Rang.

Die Großstadt selbst, das Berlin der zwanziger Jahre, ist der Schauplatz des Geschehens und wird zum Gegenspieler des Franz Biberkopf, der dieser verlockenden, aber auch unerbittlichen Welt zu trotzen versucht.

Karten im Vorverkauf gibt es in der Geschäftsstelle der Kulturgemeinde Hundem-Lenne im Rathaus Lennestadt, unter Tel.: 02723/608403, per E-Mail unter k_seidenstuecker@lennestadt.de oder an der Theaterkasse am Veranstaltungstag.

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