80 Kräfte im Einsatz 

Autofahrer bemerken Dachstuhlbrand: Erste Angaben zur Höhe des Schadens

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[Update 25. März] Lennestadt-Saalhausen - Glück im Unglück hatten die Bewohner eines Hauses in Saalhausen am Sonntagabend: Vorbeifahrende Autofahrer bemerkten eine starke Rauchentwicklung im Dachgeschoss des Hauses und informierten die dort wohnende Familie. Rund 80 Einsatzkräfte bekämpften den Brand, wie die Feuerwehr Lennestadt mitteilte. Mittlerweile gibt es erste Angaben zur Schadenshöhe.

Die Feuerwehr Lennestadt und der Rettungsdienst wurden am Sonntagabend gegen 18:50 Uhr zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand nach Lennestadt – Saalhausen alarmiert. "Eine starke Rauchentwicklung wurde von vorbeifahrenden Autofahrern wahrgenommen, die geistesgegenwertig handelten und eine dort wohnende Familie über den Brand im Dachgeschoss informierten", teilte die Feuerwehr mit.

Zeitgleich wurden Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert. Durch das schnelle Handeln der Passanten und der ebenfalls alarmierten „Helfer vor Ort“, ausgebildetes medizinisches Personal der Ortschaft Saalhausen,  konnten noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr alle Bewohner das Haus verlassen. 

Der Notarzt untersuchte die Bewohner, um eine Rauchgasvergiftung ausschließen zu können. Ins Krankenhaus musste niemand.

Unter Atemschutz gingen zwei Trupps der Feuerwehr ins Gebäude und konnten den Brand in einem Zimmer im Dach schnell ausfindig machen. Die eingeleiteten Löschmaßnahmen zeigten innerhalb kürzester Zeit Wirkung, wie die Feuerwehr mitteilte. 

Bundesstraße für zwei Stunden gesperrt

Um das Gebäude vom Rauch zu befreien, wurde ein Lüfter in Stellung gebracht. Mit der Drehleiter wurde das Dach zusätzlich von außen auf Glutnester kontrolliert. Auch eine angrenzende Wohnung der Doppelhaushälfte wurde von der Feuerwehr im Dachgeschoss kontrolliert. 

Die B236 musste während der Löscharbeiten in beide Richtungen für etwa zwei Stunden vollgesperrt werden. Die Feuerwehr Lennestadt war mit 80 Einsatzkräften der Einheiten aus Saalhausen, Kickenbach, Altenhundem und Meggen im Einsatz. Auch der Gerätewagen – Logistik (GW-L2) der Einheit Grevenbrück mit weiteren Atemschutzgeräten wurde zur Einsatzstelle alarmiert. 

Ebenfalls vor Ort waren der Rettungsdienst des Kreises Olpe, die Malteser aus Oedingen sowie die Polizei.

Ein Brandermittler der Kriminalpolizei übernahm die weiteren Ermittlungen. Nach derzeitigem Stand kann laut Polizei eine vorsätzliche Brandlegung ausgeschlossen werden. „Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Der Sachschaden liegt bei circa 100.000 Euro“, teilt die Polizei mit.

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