Bürgerliches Leben

?Uns geht?s ja noch gold?: Karsten Kramer, Markus Mössmer und Nikola Lenk (v.l.) . Foto: Altonaer Theaters

Das Schauspiel nach dem Roman von Walter Kempowski mit dem Ensemble des Altonaer Theaters wird in einer Inszenierung von Axel Schneider am Donnerstag, 31. Januar, um 20 Uhr im Theater der Stadt Lennestadt (PZ Meggen) aufgeführt.

Wo "Tadellöser & Wolff" endet, setzt der zweite Teil der Familientrilogie ein: 1945, als die Rote Armee in Rostock eindringt.

So "gold", wie es der Titel im Familienjargon ankündigt, kann es den Kempowskis also gar nicht gehen. Man erlebt am eigenen Leib, bei Freunden oder Nachbarn Elend, Hunger, Plünderungen und Gewalttätigkeiten.

Aber immerhin ist man nicht ausgebombt, hat noch etwas Geld, und zwischen Trümmerschutt und Ausgangssperren, Schwarzmarkt und Hamsterzügen, versucht man, das bürgerliche Leben wieder aufzunehmen…

Nach der großartigen Inszenierung von "Tadellöser & Wolff" in der Spielzeit 2010/2011 nun die Fortsetzung der Familientrilogie, über die "Die Zeit" urteilt: "Kempowski zielt nicht auf Mitleid… Es gibt keine Helden, weil es über Jahre keine Helden mehr geben kann. Und er klagt nicht an, weil die Dinge selbst anklagen."

Kartenvorverkauf in der Geschäftsstelle der Kulturgemeinde Hundem-Lenne im Rathaus Lennestadt, Tel.: 02723/608403, per E-Mail: k.seidenstuecker@lennestadt.de oder am Veranstaltungstag an der Theaterkasse.

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