Caritas-Station erster ambulanter Palliativdienst in der Region

Ein weiterer Baustein für den Häuslichen Hospizdienst

Lennestadt/Kirchhundem. (masa)

Jetzt ist es offiziell — die Modellphase ist abgeschlossen und mit der Unterzeichnung des Vertrages zwischen Caritas-Station und Krankenkassen ist die palliativ ambulante Pflege für Lennestadt und Kirchhundem vertraglich geregelt. Betroffene Bürger können diese Leistungen jetzt einfordern. Ziel ist, Sterbenden zu ermöglichen, die letzte Phase ihres Lebens in häuslicher Umgebung zu verbringen. Hiermit soll dem sterbenden Menschen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zum Ende ermöglicht werden. Basis dieses Vertrages sind die im Rahmenprogramm zur flächendeckenden Umsetzung und palliativpflegerischen Versorgung in Nordrhein-Westfalen aufgestellten Grundsätze und Maßstäbe für die ambulante Palliativversorgung.

Thomas Ludwig, der Leiter der Caritas-Station für Lennestadt und Kirchhundem und Leiter des Häuslichen Hospizdienstes, bezeichnet den Vertrag als Meilenstein für alle Betroffenen in Lennestadt und Kirchhundem.

Eine der ersten Einrichtungen

Die Caritas-Station ist eine der ersten Einrichtungen in NRW, die diesen Vertrag mit den Krankenkassen unterschrieben haben, da sie alle Voraussetzungen dafür erfüllt haben. Und sie ist Vorreiter auf dem Gebiet der Häuslichen Hospizpflege. Als eine von zwölf Modelleinrichtungen hat sie seit 2000 maßgeblich dazu beigetragen, die ambulante Pflege schwerstkranker und sterbender Menschen in ihrem eigenen Zuhause zu optimieren. In die Wege geleitet und koordiniert wurde das Projekt von der damaligen Leiterin der Caritas-Station Rosemarie Kühlem und Pflegedienstleiterin Edith Kapitza. Elf Schwestern und zwei Pfleger der Station (insgesamt 81 Mitarbeiter) sind speziell für die Betreuung und Begleitung sterbender Menschen ausgebildet. Ihre vorrangigen Aufgaben sind Schmerztherapie in Absprache mit den Ärzten, Symptomkontrolle bei Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Angstzuständen und die Überwachung von apparativer Medizin sowie Krisenintervention rund um die Uhr. Neben hauptamtlichen Mitarbeitern ergänzen Ehrenamtliche den Häuslichen Hospizdienst. Jeder Hausarzt kann Palliativpflege verordnen. Über den Anspruch entscheidet der Medizinische Dienst. "Wir haben ein gutes Netzwerk, gemeinsam mit den Hausärzten, um Sterbende auf ihrem letzten Weg gut zu versorgen und zu begleiten", sagt Edith Kapitza.

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