Vorschläge und Anregungen an Verwaltung übergeben

CDU positioniert sich zur Mobilität der Zukunft in Lennestadt

Mitglieder der Ortsunion Altenhundem regen die Ausweisung eines Radweges ab dem Hundem-Lenne-Center entlang der B 517 in Richtung Kirchhundem an. (Von vorne: Kerstin Brauer, Carsten Schmidt, Marcus Cramer, Ingo Bankstahl und Heiko Kitscha).
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Mitglieder der Ortsunion Altenhundem regen die Ausweisung eines Radweges ab dem Hundem-Lenne-Center entlang der B 517 in Richtung Kirchhundem an. (Von vorne: Kerstin Brauer, Carsten Schmidt, Marcus Cramer, Ingo Bankstahl und Heiko Kitscha).

Die Stadt Lennestadt ist seit Juni 2016 Mitglied im Zukunftsnetz Mobilität NRW. Eine wichtige kommunalpolitische Aufgabe ist seit Jahren die zukünftige Gestaltung von Verkehr und Mobilität. Dazu positioniert sich die CDU nun in einer ausführlichen Pressemitteilung.  

Lennestadt - „Es ist fast genau fünf Jahre her, als Bürgermeister Stefan Hundt den Mitgliedsvertrag unterzeichnete. Lennestadt gehört gemeinsam mit den anderen Kommunen des Kreises Olpe zu den ersten 57 Mitgliedern in NRW“, erinnert Carsten Schmidt (stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion), an die damalige Entscheidung und betont: „Der Anteil des Fahrradverkehrs wird weiter zunehmen. Auf diese Veränderungen im Mobilitätsverhalten, nicht zuletzt durch die Zunahme der E-Bikes, muss auch die Kommunalpolitik Antworten geben. Im Mittelpunkt sollten daher die äußerst individuell herrschenden Faktoren unseres Mobilitätsverhaltens stehen. Das heißt, jede Person trifft immer eine für die eigene Situation passende Entscheidung, was die Wahl des Verkehrsmittels angeht.“

Attraktive Radwegeverbindungen für Alltags- und Freizeitverkehr

Eine stärkere Bedeutung komme künftig dem Fahrrad zu, nicht zuletzt durch die starke Verbreitung der E-Bikes. Der CDU-Lennestadt gehe es nicht darum, das Fahrrad gegenüber den anderen Verkehrsmitteln zu privilegieren. Radverkehr, öffentlicher Nahverkehr und Individualverkehr stehen für die Christdemokraten gleichberechtigt nebeneinander. „Damit der Radverkehr auch in Lennestadt zunehmend Alltagsverkehrsfunktionen übernehmen kann, müssen attraktive Radwegeverbindungen für den Alltags- und Freizeitverkehr erhalten und weiter entwickelt werden“, so die CDU.

Festzustellen für Lennestadt sei, dass es in den Tallagen der Lenne, Elspe/Oene und Veischede entlang der Bundesstraßen B55 und B236 fast durchgehend Radwege gibt. In einer aktuell durchgeführten Umfrage der CDU-Lennestadt werden jedoch auch hier vereinzelt noch Schwachstellen oder Gefahrenpunkte genannt. Beispiele: fehlendes Teilstück des Radrings im Lennetal zwischen Störmecke und Lenne, einzelne Gefahrenpunkte an bestehenden Radwegen (Kanten, enge Kurven, gefährliche Straßenquerungen, Neuanbindung von Gleierbrück in den Kurpark in Saalhausen, fehlende Radwegeverbindung zwischen Altenhundem und Kirchhundem, gefährliche Überquerung der L 715 (Hohe-Bracht-Straße in Bilstein oberhalb des Kinderspielplatzes, gefährliche Teilstücke entlang der B55 beispielsweise in Kirchveischede oder Grevenbrück durch Alternativtrassen ersetzen, Service-Punkt am Bahnhof Altenhundem (Automat für Flickzeug.., Radwegeplan), Nebenrouten in Seitentälern ausschildern (etwa im Bereich Melbecke-Sporke).

Beschilderung „LenneSchiene“ und „Sauerlandring“ optimieren

So regen Dorothea Happe (CDU Elspetal) und Hans-Gerd Mummel (CDU Grevenbrück) an, die kritische Fahrradwegsituation im Kreuzungsbereich der Johannesbrücke in Grevenbrück zu optimieren „Die Beschilderung Richtung LenneSchiene oder Sauerlandring ist für manche verwirrend und könnte schnell optimiert werden.“ Ein besonderes Augenmerk sollte auf die Durchgängigkeit von Radwegen gelegt werden. Hier werden interkommunale oder kreisweite Lösungen angesprochen.

Vorstandsmitglieder der Altenhundemer CDU-Ortsunion setzen sich für die Anlage eines Radweges entlang der B 517 im Zuge der anstehenden Straßensanierung ein. Eugen Wörsdörfer (Ratsvertreter aus Grevenbrück): „ Auch im vorliegenden Entwurf zum Regionalplan Südwestfalen oder bei den weiteren Planungen für das Projekt „Lenne-Schiene“ der Regionale 2025 sollten diese Anregungen, zum Beispiel die Neutrassierung entlang der B 236 nach Neukamp berücksichtigt werden.“

So werden neben den Verbindungen nach Schmallenberg und Kirchhundem auch die fehlenden Verbindungen vom Veischedetal ins Hundem/Olpetal oder ins Repetal in die Diskussion gebracht. Oedingens Ratsvertreter Dietmar Haite mahnt einen schnellen Lückenschluss der Radwegeverbindung zwischen Oedingen und Cobbenrode an. „Das wäre für unsere Bürger der ideale Einstieg in den Sauerlandring. Wir hoffen auf eine schnelle Umsetzung der vorliegenden Planungen. Auf der Wunschliste steht ebenso eine Verknüpfung ins benachbarte Frettertal.“

E-Bikes helfen bei Lösungen in Tälerlagen

Bernward Puspas (Ratsherr aus Halberbracht): „Eine besondere Schwierigkeit, die in der topographischen Situation liegt, scheint durch das E-Bike überwunden. Die Anbindung höher gelegener Orte wie Halberbracht, Hohe Bracht, aber auch die Überquerung von Höhenrücken zwischen zwei Tälern (Veischede-Olpetal, Lenne-Elspe/Oenetal oder Hundem-Lennetal) oder Ausweichrouten in Nebentälern sollten untersucht werden. Hier bieten sich Radfahrern zudem zahlreiche landschaftlich, reizvolle Alternativen.“

Gregor Schnütgen (Fraktionsvorsitzender): „Die CDU-Fraktion hat die zahlreichen Vorschläge und Anmerkungen gesichtet und wird sie Bürgermeister Puspas für die weiteren Diskussionen im Fachausschuss und Rat übergeben. Die zukünftige nachhaltige Gestaltung von Mobilität und Verkehr kann nur im Dialog aller Beteiligten gelingen. Radfahren ist ein Baustein dazu.“

Wer weitere Ideen hat, schickt diese an die CDU-Fraktion, Thomas-Morus-Platz 1, 57368 Lennestadt.

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