Hoffnung auf kulturelle Großveranstaltungen wächst

Lennestadt wird Modellkommune - Kulturveranstaltungen beim Elspe Festival geplant

Noch ist der Besucherraum leer, aber MdL Jochen Ritter, Tobias Puspas und Elspe-Festival-Geschäftsführer Philipp Aßhoff (v.l.) hoffen, dass sich das bald ändert.
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Noch ist der Besucherraum leer, aber MdL Jochen Ritter, Tobias Puspas und Elspe-Festival-Geschäftsführer Philipp Aßhoff (v.l.) hoffen, dass sich das bald ändert.

Nach Bekanntwerden der ausgewählten Modellkommunen des Landes NRW hatten Bürgermeister Tobias Puspas, MdL Jochen Ritter und Elspe-Festival-Geschäftsführer Philipp Aßhoff am Freitag spontan zu einer Pressekonferenz auf das Gelände der Naturbühne eingeladen, um die Vorhaben als Modellkommune vorzustellen. 

Lennestadt/Elspe - Im Mittelpunkt: Kulturelle Veranstaltungen sollen künftig beim Elspe Festival möglich gemacht werden. Die Entscheider in Düsseldorf waren offenbar von den Möglichkeiten in Elspe überzeugt. Hier kann eine durch Eingangs- und Ausgangskontrollen überschaubare Zahl von Menschen während des Modellversuchs Kulturleben genießen. Dazu hat das Elspe Festival lückenlose Hygiene- und weitere Konzepte in der Tasche.

Wie genau die Modellphase aussieht, welche Vorgaben es gibt usw. – dazu erwarten die heimischen Akteure in der kommenden Woche nähere Informationen. Ein wissenschaftliches Team könnte die Veranstaltungen beispielsweise begleiten, um weitere Erkenntnisse im Bezug auf das Virus und seine Ausbreitung zu gewinnen; Stichwort: digitale Nachverfolgung. „In jedem Fall“, so Bürgermeister Puspas, „werde ich am Montag eine Projektgruppe im Rathaus installieren, die sich um das Modellprojekt kümmert.“

Lennestadt als Modellkommune: Hoffnung auf den „Ölprinz“

Die Stadt und das Elspe Festival sehen große Chancen im Projekt. Vor allem für das Elspe Festival, das im vergangenen Jahr die Saison absagen musste, könnte das Projekt ein wirtschaftlicher Silberstreich am Horizont sein. „Der Ölprinz“ könnte also durchaus in diesem Jahr zur Aufführung kommen.

Chancen sehen die heimschen Akteure aber auch für andere Kommunen. Wenn das Lennestädter Modell klappt, wäre das Konzept auch auf andere Veranstaltungen in anderen Städten möglicherweise anwendbar. Nicht zuletzt sind auf Forscher-Seite neue Erkenntnisse zu erwarten.

„Wir machen auf jeden Fall nicht Klein-Klein“

Tobias Puspas, Bürgermeister Lennestadt

Den Kontakt zu Künstlern hat Philipp Aßhoff bereits gesucht. Konkrete Namen konnte er in der Kürze Zeit aber noch nicht nennen. „Wir machen auf jeden Fall nicht Klein-Klein“, so der Bürgermeister. „Wir wollen hier große Veranstaltungen machen und tolle Acts anbieten. In etwa wie beim Indian Summer letztes Jahr.“ Start soll dann direkt am 26. April sein. Man hofft nun, dass Inzidenzwert-Regelungen, etwa vom Bund, das Projekt nicht gefährden.

Bürgermeister Puspas legte abschließend Wert darauf, dass die Lennestädter Bewerbung vom 31. März nicht in Konkurrenz zu der später abgegebenen Bewerbung des Kreises stand. Dieser hatte eher die Idee im Fokus, die Gastronomie zu öffnen. Beide Projekte zu verknüpfen, so MdL Ritter nach einem Versuch in Düsseldorf, sei schwierig gewesen.

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