Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten in Elspe

„Die richtige Mischung“

Ernst Hutter und die Egerländer Musikanten begeisterten bei ihrem dreistündigen Konzert ihr Publikum in der Elspe-Festival-Halle. Foto: Artur Seidenstücker

„Liebe zur Musik“ ist das Motto der diesjährigen Tournee. Und genau die konnte jeder Besucher in der Elspe – Festival – Halle spüren.

Punkt 19 Uhr betraten die Musiker „vom Stamm der weißen Socken“ wie sie liebevoll von Moderator Edi Graf angekündigt wurden, die Bühne und überzeugten vom ersten bis zum letzten Ton.

Perfekt abgemischt und auch lichttechnisch optimal in Szene gesetzt, war es ein beeindruckendes Erlebnis mit viel Gefühl, Musik und auch vor allem ein Rückblick auf den legendären Ernst Mosch, dessen Erbe Ernst Hutter im Jahr 2003 angetreten hat, das alles bestimmte das knapp dreistündige Konzert der Extraklasse.

Vielleicht war es bei diesem dritten Auftritt in Elspe die richtige Mischung von einigen neuen Stücken, aber vor allem eine Erinnerung an altbekannte Werke aus der frühen Zeit seines Vorbildes und väterlichen Freundes. Dass jeder Musiker des Ensembles ein Solist ist, spürte das Publikum spätestens bei der Egerländer Solistenparade, wo jeder Akteur überzeugen konnte. Die Gäste wurden perfekt von Edy Graf mit Informationen versorgt; er stellte dann auch nach und nach die Musiker vor. Bei vielen Werken bekamen die Musiker gesangliche Unterstützung von Katharina Praher und von Nick Loris. Er spielt auch Trompete und schreibt für die Egerländer eigene Werke. So kam die „Aha – Polka“ bei den Zuschauern bestens an. „Hoffentlich kommen die bald wieder“, hörte man so manchen Zuschauer sagen. Sie sprachen den Besuchern aus dem Herzen, denn spätestens beim „Böhmischen Wind“ beim ‚Gourmet – Titel‘ „Kannst du Knödel kochen“ beim Egerländer Musikantenmarsch oder bei „Das Feuer geht weiter“ hatte so mancher Teilnehmer des Konzertes feuchte Augen.

„Das Feuer wird weiter brennen“

Auch die „Löffelpolka“ war mit dabei und als bei den zahlreichen Zugaben die Vogelwiese angestimmt wurde, hielt es keinen mehr auf den Sitzen. Das dritte und vielleicht schönste Konzert war ein Erlebnis Dass das Feuer weiter brennen wird – in Anlehnung eines Titels der Truppe, zeigt allein schon die Tatsache, dass zwei Söhne von Hutter (Martin an der Trompete und Stephan am Schlagzeug) fest zum Ensemble gehören.

Zwei Musiker: Patrick Raatz aus Grevenbrück an der Posaune und Alfred Wurm an der Klarinette aus Gerlingen hatten ein Heimspiel und freuten sich, dass sie vor heimischem Publikum auftreten konnten. Zur „After – Show – Party“ im Saloon hatte man die Gelegenheit, mit den Egerländern ein wenig zu plaudern und den Klängen der Oberkrainer – Gruppe „Unter aller Sauerländer“ zu lauschen. Von beiden Angeboten machten natürlich auch viele Musiker von Heggen bis Albaum, von Meggen bis ins Wendener Land und darüber hinaus Gebrauch und nutzten die Gelegenheit, mit ihren Idolen zu fachsimpeln. (Von Artur Seidenstücker)

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