Milchenbacher loben Dirigent „mit gutem Zubehör“

Dirk Steffen feiert 25-jähriges Chorleiter-Jubiläum

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Michael Rinscheid (r.) bei der Verleihung der Ehrenurkunde an Dirk Steffen, der auf eine 25-jährige Chorleiter-Tätigkeit zurück blicken kann.

Milchenbach. Mit einem Freundschaftssingen in der Milchenbacher Schützenhalle feierten der Gemischte Chor „Sangeslust“ 1921 Milchenbach und das Fleckenberger „Sound Projekt“, zusammen mit acht befreundeten Chören, das 25-jährige Chorleiter-Jubiläum ihres Dirigenten Dirk Steffen. Annähernd 300 Sänger bildeten einen würdigen Rahmen, um dem beliebten Chorleiter zu seinem Jubiläum zu gratulieren.

In ihren Begrüßungsworten stellte Petra Vorgang-Tröster das „Dankeschön“ und das „Miteinander“ in den Vordergrund. Damit meinte die stellvertretende Vorsitzende des Marmecker Chores nicht nur die Tatsache, dass das Freundschaftssingen als Benefizkonzert für eine gute Sache sei, sondern mit „Danke“ meinte sie auch, „dass wir heute Abend mit euch singen und feiern können“. Dirk Steffen bezeichnete Vorgang-Tröster als einen Chorleiter, der das „Zubehör“ besitzt, den sich jeder Chor wünschen würde: „einen großen Brustkorb, einen offenen Mund für die richtige Tonangabe, ein hohes Maß an Gedächtnis und Intelligenz, einen gesunden Menschenverstand, Toleranz, Sinn für Humor, natürlich eine Menge harter Arbeit mit seinen Chören und ein großes, gewisses Etwas im Herzen, das nicht jeder besitzt“.

Dirk Steffen stellte in seiner Begrüßung das Projekt von Schwester Mariata Kemper vor. Die gebürtige Oberelsperin wirkt seit 30 Jahren mit den Clemensschwestern in Kaduha, im Zentrum von Ruanda. Der Erlös des Freundschaftssingens (2042 Euro) geht an die Missionsstation für Straßenkinder in dieser Region. Erfreulich auch, dass in den letzten Jahren Schulen und Kindergärten erstellt werden konnten. Dirk Steffen verlas dazu einen Brief von Schwester Mariata.

Beginn als „Aushilfe“

Die Ehrung nahm Michael Rinscheid, Kreischorleiter des Sängerkreises Bigge-Lenne vor. In seiner Laudatio ließ Rinscheid noch einmal die Chorleitertätigkeit von Dirk Steffen Revue passieren. Die begann 1993 beim damaligen MGV Meggen als „Aushilfe“, nachdem er bereits mit 14 Jahren in den MGV Oberelspe eingetreten war. 1995 dann der entscheidende Schritt, indem er als Chorleiter in Milchenbach begann. „Da kannst Du ohne Bedenken hingehen, die sind pflegeleicht“, so die damalige Empfehlung seines Vaters Gerhard Steffen.

1998 übernahm der Jubilar das Fleckenberger „Sound Projekt“, mit dem er dreimal den Titel Meisterchor errang. Michael Rinscheid lobte Steffens fachliche Qualität, seine große Menschlichkeit und betonte, dass Singen sein Lebensinhalt sei und er trotz aller Erfolge bescheiden geblieben sei. Bevor er die Ehrenurkunde überreichte, bedankte sich der Kreischorleiter bei Steffens Ehefrau Heike, denn 25 Jahre Chorleiter bedeuteten 1500 bis 1550 Termine für Proben, Auftritte und diverse andere Tätigkeiten.

Auf einem hohen Niveau stand das anschließende Programm, bei dem jeder Chor zwei Lieder vortrug. Am Ende noch einmal ein gesanglicher Höhepunkt: Zu Ehren des Jubilars sangen die über 60 Sänger aus Milchenbach und Fleckenberg das von Petra Vorgang-Tröster und Irmgard Winkelmann auf Dirk Steffen bezogenen Textes von „Marmor, Stein und Eisen bricht - aber unsere Liebe nicht“. Dirk Steffen war sprachlos und voller Rührung.

Für etliche Lachsalven sorgte Überraschungsgast Cilly Alperscheid alias Wolfgang Mette und für die nötige musikalische Stimmung Alleinunterhalter Manfred Klein.

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