Kaltblutstuten erhalten „Staatsprämie“

Drei auf einen Streich

Dass ein Züchter gleich drei Kaltblutstuten aus eigener Zucht vorstellt, das hat es in der bald 50-jährigen Geschichte der Eliteschauen für Reitpferde- und Kaltblutstuten in Münster noch nicht gegeben.

Die dreijährigen Kaltblutstuten Campari, Eder und Malve aus der Zucht und im Besitz von Hermann Cordes-Metten aus Lennestadt erhielten die Zulassung zur 48. Westfälischen Eliteschau in Münster-Handorf, die den Auftakt zur Westfalen-Woche bildet. Der 72-jährige Züchter Hermann Cordes-Metten kam voller Stolz nach Lennestadt zurück.

Wenn seine Stuten auch nicht den Endring erreichten, war das Zuchtjahr 2010 für ihn dennoch ein hoch erfolgreiches Jahr. Von den vier im Jahr 2010 geborenen Stuten tragen nun drei den Titel „Staatsprämienstute“. Eine weitere Stute wurde Anfang Juli anlässlich der Stutenschau auf dem Festplatz auf dem Stünzel mit der Verbandsprämie ausgezeichnet.

Seit nun fast 40 Jahren ist der Lennestädter züchterisch aktiv. In den 80er Jahren zählte sein Bestand bis zu 45 Kaltblüter, die überwiegend im eigenen Forstbetrieb eingesetzt wurden. Auch im Bereich der Zucht machten Pferde von Hermann Cordes-Metten von sich reden.

„Das hat es noch nicht gegeben“

Die gekörten Hengste Helmut, Emilio, Eichner, Nobel B und Neptun von Marienthal lassen sich mütterlicherseits auf seine beiden erfolgreichen Stutenstämme zurückverfolgen. Dadurch verbreitet sich das „(Kalt-)Blut von der Lenne“ nicht nur in Westfalen, sondern auch in den angrenzenden Zuchtgebieten bis hin nach Sachsen und Thüringen. So gehen drei der vier Endringstuten der diesjährigen Eliteschau, unter ihnen die schönste Kaltblüterin und Siegerstute Hera (aus der Zucht und im Besitz von Annette und Norbert Schürmann, Billerbeck), über ihre Väter auf die Zucht von Hermann Cordes-Metten zurück, der sich sehr darüber freut, dass seine Stuten diese höchste Prämierung erhalten haben. „Dafür haben wir lange gearbeitet. Das hat es bisher noch nicht gegeben.“

Campari, Eder und Malve grasen nach ihrem erfolgreichen Ausflug ins Münsterland heute wieder zufrieden neben ihren Müttern, Tanten und Geschwistern auf den satten Weiden im Tal an der Lenne.

Der vielversprechende Nachwuchs wird in den kommenden Jahren sicherlich noch von sich hören lassen.

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